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Feuerwehr wünscht sich endlich mehr Platz

In den vergangenen zehn Jahren steckte das Amt Gramzow fast drei Millionen Euro in die Amtsfeuerwehr. Trotzdem fehlt Geld vor allem in kleinen Ortswehren. Lösungen müssen her.

Ein Bild aus besseren Zeiten. In der linken Baracke kommen die Feuerwehrleute Eickstedt zur Schulung zusammen.
Monika Strehlow Ein Bild aus besseren Zeiten. In der linken Baracke kommen die Feuerwehrleute Eickstedt zur Schulung zusammen.

Die Kameraden der Feuerwehr in Eickstedt haben einen großen Wunsch: Sie möchten mehr Platz in ihrem Gerätehaus haben. Noch besser wäre, wenn sich die Jugendwehr und die Einsatzkräfte an einem Ort konzentrierten. Bislang treffen sie sich zur Ausbildung in einer der beiden Baracken in der Dorfmitte. Dort befinden sich auch die Sanitäranlagen, die an der Fahrzeuggarage fehlen. An beiden Häusern hat der Zahn der Zeit genagt. Eine Lösung muss her.

Darauf hat sich jetzt auch die neue Arbeitsgruppe Brandschutz im Amt Gramzow geeinigt. „In unseren sechs Gemeinden arbeiten 17 Ortsfeuerwehren. Darunter sind auch ganz kleine“, erläutert Horst Herrmann, Vorsitzender des Amtsausschusses.

Löschfahrzeug und Garage made DDR

Doch während zum Beispiel die Feuerwehr von Gramzow, die als Schwerpunktwehr umfangreiche Aufgaben zu erfüllen hat, mit ihren Fahrzeugen auf modernem Stand steht, fehlt es in Eickstedt auch daran. Das Löschfahrzeug aus DDR-Produktion ist mindestens so alt wie seine Garage von 1988. Aber auch in Golm, Polßen, Potzlow, Melzow, Warnitz und Drense muss die Technik erneuert werden, ebenso wie das Einsatzleitfahrzeug der Amtswehr. „Wir prüfen jetzt, wie das zu finanzieren ist“, erklärt Horst Herrmann. So will er der Arbeitsgruppe am 11. März eine Kreditaufnahme vorschlagen. Zum einen sind die Zinsen auf einem historischen Tiefstand. Zum anderen würden die Probleme auf Jahre gelöst.