Baugeschehen:

Russisches Gas bis ins kleinste Dorf

Eine Schatz hat Eberhard Schulze noch nicht gefunden. Dabei gräbt er sich schon seit der Wende durch den Boden. Jetzt sucht der Rohrleitungsbauer bei Prenzlau nach einer alten Wasserleitung.

Mit dem Minibagger beginnt Eberhard Schulze seine Suchgrabung.
Monika Strehlow Mit dem Minibagger beginnt Eberhard Schulze seine Suchgrabung.

 "Scherben von alten Töpfen oder auch mal ein alter Pfenning. Doch mehr haben wir noch nicht gefunden", sagt Eberhard Schulze. "Und selbst wenn, wir dürfen doch nichts behalten", meint der Rohrleitungsbauer schmunzelnd. Zurzeit sucht er in Güstow nach einer alten Wasserleitung, die sich nach den vorliegenden Plänen neben dem Friedhof befinden soll. Doch die Angaben stimmen, wie so oft bei alten Unterlagen, nicht auf den Meter. Das ist aber notwendig, wenn in wenigen Tagen eine neue Gasleitung unter der Erdoberfläche vorgetrieben werden soll. Mit der Suchgrabung von Eberhard Schulze beginnt ein erster Bauabschnitt für ein Projekt, mit dem die  Prenzlauer Stadtwerke für rund 280 000 Euro drei weitere Dörfer an ihr Erdgasnetz anschließen wollen. Dafür wird die Neubrandenburge Rohrleitungs- und Tiefbaufirma Melms unter anderem rund sechs Kilometer Mittelspannungsleitungen verlegen.

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