Tanklaster verunglückt:

Sauerei - A11 mit Riesen-Menge Molke verschmiert

Erst kommt der Lkw ins Schleudern, reißt die Leitplanke weg und dann schlägt der Tank leck: In Höhe Schmölln ist ein polnischer Laster verunglückt und hat die Autobahn mit seiner Ladung verschmiert. Danach war guter Rat teuer, so die Autobahnmeisterei.

Schöne Bescherung. Der Molketanker hat seine  komplette Ladung verloren und über die Autobahn verteilt.             
Autobahnmeisterei Schöne Bescherung. Der Molketanker hat seine  komplette Ladung verloren und über die Autobahn verteilt.  

Molke ist ein Getränk und gehört eigentlich ins Glas. Dass sich das Milchprodukt jetzt quer über die Autobahn 11 ergossen hat, war somit alles andere als geplant, sondern Folge eines schweren Unfalls. In der Nacht zu Dienstag verunglückte in Höhe Anschlussstelle Schmölln nämlich ein polnischer Lkw, der die Flüssigkeit geladen hatte. Nachdem der Truck ins Schleudern gekommen war und 120 Meter Leitplanke niedergerissen hatte, kippte er um, woraufhin sich 25 000 Liter Molke „verdünnisierten“. Der Tank schlug leck. Die gelblich-weiße geflockte Masse überzog in kürzester Zeit die Fahrbahn und stellte die Rettungskräfte in der Folge vor ein Riesenproblem.

Sven Seelandt von der Autobahnmeisterei Gramzow war seit dem Morgengrauen im Einsatz und koordinierte die Reinigungsarbeiten. Dazu musste die Strecke in Fahrtrichtung Pomellen bis zum Nachmittag komplett gesperrt werden. Der Verkehr wurde an der Abfahrt Schmölln von der Autobahn heruntergeleitet und über die Landstraße nach Penkun wieder auf die A11 geführt. Derweil mühten sich die Mitarbeiter der Meisterei, die Molke von der Straße zu kehren. „Das konnten wir mit eigenen Kräften erledigen. Für den wegen des Kraftstoffaustritts notwendigen Bodenaustausch werden wir aber voraussichtlich noch am Mittwoch Spezialkräfte hinzuziehen müssen“, sagte Seelandt auf Nachfrage. Die Vollsperrung hoffe man bis dahin aufheben zu können. Auch der total kaputte Lkw sollte bis Mittwoch geborgen worden sein.

Einige Kilometer weiter war es am Dienstag übrigens zu einem zweiten Brummi-Crash gekommen. Sven Seelandt musste am Vormittag von Schmölln schnell zu Kilometer 98 weiter fahren, wo ein Laster mit Kartonware verunglückt war. Auch dieser musste vor der Bergung beräumt werden. Megastress für die Mitarbeiter der Autobahnmeisterei – und das so kurz vor Weihnachten.

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