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Scharfe Kritik an neuen Kita-Gebühren

Demnächst wird die Essensversorgung direkt mit in die Kita-Gebühren mit eingerechnet. Nicht überall stößt die von den Stadtverordneten beschlossene neue Satzung allerdings auf Gegenliebe.

Vor allem die Übernahme der Kosten für die Verpflegung in den Kindertagesstätten sorgt für Zündstoff.
Georg Wendt Vor allem die Übernahme der Kosten für die Verpflegung in den Kindertagesstätten sorgt für Zündstoff.

Die Prenzlauer Stadtverordneten haben für eine Änderung der Kita-Gebühren gestimmt, in die künftig auch die Versorgung mit Essen mit eingerechnet sein wird.  Dass diese Neuordnung im Einzelfall fatale Folgen haben kann, zeigt das Beispiel einer jungen Prenzlauer Mutter. Für Maika Buserell hieße die Änderung Mehrkosten von über 50 Prozent.

„Als gebürtige Prenzlauerin muss ich ganz ehrlich sagen, dass ich noch überlegen muss, ob ich hierbleibe. Wenn ich darüber nachdenke, dass ich dann für meine beiden Kinder insgesamt über 500 Euro Kita-Kosten und Hort zahlen muss, da überlegt man sich, bleibt man noch Arbeitnehmer oder geht man in Hartz IV. Denn die sind besser dran“, empörte sich die 27-Jährige über die Änderung.

Prenzlaus Bürgermeister Hendrik Sommer (parteilos) verteidigte die neue Gebührensatzung dagegen. „Die Diskussion läuft ja noch. Wir haben im Bereich der Krippe keine Erhöhung, sogar eher ein paar Cent weniger. Und dass, obwohl wir die Frühstücks- und Nachmittagsversorgung umgelegt haben."