MS "Onkel Albert":

Schiff sitzt nun auf dem Trockenen

Die MS "Onkel Albert" hat die beiden Uckerseen verlassen. Aber nur vorübergehend. Alle vier Jahre muss Reeder Torsten Kohn sie heraushieven lassen.

„Onkel Albert“ wurde auf die Slipanlage gehievt.
Gudrun Haffer „Onkel Albert“ wurde auf die Slipanlage gehievt.

Der Kapitän hatte es so weit wie möglich hinausgezögert. Reeder Torsten Kohn nahm mit seiner MS „Onkel Albert“ noch alle lukrativen Adventsfahrten mit und schloss auch erst nach der traditionellen Silvesterparty die Luken seines Schiffes.

Doch dann musste er das gute Stück aus dem See hieven lassen, denn es stand der alle vier Jahre vorgeschriebene Check des Wasserfahrzeuges an. „Zum Glück hat diesmal das Wetter mitgespielt“, schätzt Ehefrau Annette Gartzke ein. Sie kann sich noch gut an das letzte Mal erinnern, als Temperaturen von minus 20  Grad das Bugsieren auf die Slipanlage zu einer Tortur machten. „Diesmal lief es wie im Schnürchen“, freut sich die Bootsfrau. Kein Wunder, draußen scheint der Frühling Einzug gehalten zu haben.

Auch der Zustand des Schiffes habe sie begeistert, setzt sie glücklich hinzu. „Es fallen diesmal keine großen Reparaturen an, nur Wartungsarbeiten, die mein Mann und die beiden Hausmeister selbst erledigen können.“ Das Schleifen, Streichen und Schmieren werde die Männer zwar auch bis Ende März in Anspruch nehmen. Im Anschluss wird „Onkel Albert“ dann noch einmal von Experten abgenommen. Geben die ihr Okay, kann das beliebte Ausflugsschiff pünktlich zur Saison wieder in See stechen.