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Schreiben war seine große Leidenschaft

Für alle, die Oliver Spitza kennen durften, als Mensch, als Kollegen, als Reporter mit spitzer Feder, Scharfsinn und Feinsinn, ist die Nachricht von seinem Tod unfassbar.

Oliver Spitza
UKK Oliver Spitza

Sein Humor forderte den Feingeist. Er konnte leidenschaftlich, liebenswert  sarkastisch sein.  Er konnte lachen.  Oliver Spitza wusste, worauf es ankam.  Auf  Wirkung!  Auf Tiefe!  Auf Qualität! Das alles bediente er. Er war ein Vollblut-Journalist,  der sein Handwerk professionell ausübte.  Ein Journalist, der aneckte, der provozierte und so wunderbar polarisieren konnte. Und er hatte  keinen Schiss vor dem, was seine Worte auslösten. Warum auch? Seine Texte waren sauber recherchiert.

Jetzt steht auf Olivers Schreibtisch in der Redaktion eine brennende Kerze als Erinnerung. Die Mitarbeiter des Uckermark Kurier haben sie angezündet und innegehalten, unter Tränen, schockiert.  „Das kann nicht wahr sein!!!“ Dabei stehen noch so viele Termine in dem aufgeschlagenen Kalender…

Oliver Spitza  liebte seine Arbeit als Journalist.  Über alles. Er liebte die Menschen, das Leben, er war gern in Gesellschaft. Schreiben war seine große Leidenschaft und das hat man aus all seinen Texten heraus gelesen. Er war ein kluger Kopf und ein schneller Arbeiter. Er war im Sport zu Hause,  fröstelte im Winter auf den zahllosen Fußballplätzen der Region mit den Zuschauern den Enden der Partien entgegen. Er verstand die Kommunalpolitik mitunter besser als Aktive,  er konnte komplizierte Prozesse in Wirtschaft und Kultur mit einfachen und verständlichen Worten dem Leser erklären ohne „einfach und flach“ zu wirken. Das ist eine Kunst, die er beherrschte.  Scharf und pointiert waren seine Kommentare und Glossen, unterlegt mit geschichtlichem und philosophischem Sachverstand. 

Gesellschaftlich engagierte sich Oliver Spitza breit, immer mit dem Ziel, für andere da zu sein und zu helfen. Die Reihe „Kunst und Kuriosa“ ist nur ein Beleg dafür.  Als Hackert-Spezialist machte er sich in Fachkreisen einen Namen, in unzähligen Archiven  erforschte er das Leben und Wirken des in Prenzlau geborenen Philipp Hackert, seinerzeit berühmter Hofmaler von König  Ferdinand IV. von Neapel.

Oliver, du fehlst uns. Die Redaktion des Uckermark Kurier ist Dir zu tiefem Dank verpflichtet.

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