Protest regt sich in Randowtal:

Schüler setzten sich für Grabungsfunde ein

Dass die außergewöhnlichen archäologischen Funde von Schmölln abtransportiert beziehungsweise wieder abgedeckt werden sollen, fordert Mädchen und Jungen zum spontanen Protest heraus.

Einen Tag vor ihrem Besuch fertigten die Drittklässler aus Walmow Protestplakate an.
Lutz Reuter Einen Tag vor ihrem Besuch fertigten die Drittklässler aus Walmow Protestplakate an.

Als Archäologe Rainer Bartels den jungen Besuchern der Grabungsstätte an der A11 bei Schmölln Fotos von zwei Steinkreisen zeigte, kamen die Schüler der Dorfschule aus Walmow aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Nachdem Dirk Schwebsch, Pädagoge der Schule, im Uckermark Kurier von den Funden las, organisierte er eine Führung für seine Schüler. Als die Drittklässler erfuhren, dass manche Funde ins Archäologische Landesmuseum nach Brandenburg kommen und andere für ein geplantes Regenrückhaltebecken wieder abgedeckt werden sollen, planten sie einen Tag vor ihrem Besuch eine Protestaktion. Die Kinder wünschen sich, dass an dem Ort der Aufsehen erregenden Ausgrabungen ein Freilichtmuseum entsteht, damit die Funde in der Uckermark bleiben können und für alle Menschen zugänglich sind.

Ob die Schüler mit ihrer Aktion etwas bewirken können, bleibt abzuwarten. Dafür gibt es Neuigkeiten von der Grabungsstätte: Die Archäologen dürfen nun ihre Ausgrabung erweitern. Sie haben zwei Wochen mehr Zeit bekommen, um ihre Untersuchungen in Richtung Randow auszuweiten. Voruntersuchungen ergaben, dass in diesem Abschnitt weitere Funde zu erwarten sind, so Rainer Bartels.

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