Reno am Georg-Dreke-Ring:

Schuhladen muss schließen

Am Montag standen Kunden überraschend vor verschlossenen Türen. Die Filiale war für die Reno-Zentrale nicht mehr lukrativ genug. Nun stellt sich die Frage, wer stattdessen in das Geschäft einzieht.

Statt offener Türen fanden Kunden diesen Zettel an der Scheibe.
Thomas Walther Statt offener Türen fanden Kunden diesen Zettel an der Scheibe.

Seit Tagen ist gemunkelt worden. Jetzt ist es amtlich. Der Reno-Schuhladen am Georg-Dreke-Ring ist dicht. Als am Morgen die ersten Kunden den Laden betreten wollten, wiesen an der Schaufensterscheibe angebrachte Zettel darauf hin. Dennoch herrschte reichlich Geschäftigkeit im Laden. Die Mitarbeiter waren damit beschäftigt, die restliche Ware in Kartons zu verpacken. Die geht jetzt, so war zu hören, zurück in die Hauptzentrale nach Osnabrück und wird auf andere Filialen verteilt.

Von offizieller Seite hieß es zur Schließung der Reno-Filiale nur, der Standort Prenzlau sei nicht mehr attraktiv. Heißt im Klartext, es wurden hier nicht mehr genug Schuhe verkauft, der Laden brachte nicht mehr die von der Hauptzentrale geforderten Umsätze. Was für Kunden überraschend kam, war für die Mitarbeiter schon ein halbes Jahr lang Thema. Denn bereits im Sommer hatte die Geschäftsführerin des Ladens ihre Kündigung erhalten. Nach 20 Jahren ein bitterer Moment. Jetzt werden sich alle Verkäufer nach neuen Jobs umsehen müssen.