Lange Nacht der Ausbildung:

Schwedter Raffinerie bietet attraktive Perspektiven

Die imposante Kulisse der PCK-Raffinerie beeindruckt bereits jene, die an dem größten Industriestandort in der Uckermark vorbeifahren. Doch über tausend Besucher wagen mehr als nur einen Blick auf die Chemieanlagen und in die Labore.

Kim Schütz (zweite von links) freute sich über das große Interesse am Beruf der Chemielaborantin.
Matthias Bruck Kim Schütz (zweite von links) freute sich über das große Interesse am Beruf der Chemielaborantin.

Wenn Kim Schütz früher, als sie noch eine Schülerin war, an der Schwedter Raffinerie vorbeifuhr, fragte sie sich oft, was wohl hinter diesen Mauern vor sich gehen möchte. „Ich fand das total spannend und war furchtbar neugierig“, erinnert sie sich. Jetzt ist Kim Schütz Auszubildende im zweiten Lehrjahr und weiß schon ziemlich genau, was in der gewaltigen Industrieanlage, die genauso groß ist, wie die Stadt Schwedt, geschieht. Kim Schütz ist eine angehende Chemielaborantin. Und in dieser Eigenschaft stand sie im weißen Kittel im Lehrlabor der PCK-Ausbildungsstätte und erklärte den Schülerinnen, Schülern und deren Eltern, die zur diesjährigen „Langen Nacht der Ausbildung“ im PCK gekommen waren, worauf es so ankommt bei der Ausbildung zur Chemielaborantin. In den anderen Abteilungen waren es ebenfalls Lehrlinge, die den Jugendlichen die verschiedenen Berufsfelder erklärten. „Lehrlinge verstehen am besten die Sprache der Jugendlichen, sie können am besten und für ihr junges Publikum am authentischsten rüberbringen, warum es sich lohnt, Chemikant oder Laborant zu werden“, berichtet Roswitha Flöter von der PCK Raffinerie GmbH. Entsprechend groß war das Interesse, „Wir haben über 1000 Besucher gezählt, so viel wie noch nie“, erklärt Roswitha Flöter.

Busse der UVG standen für Rundfahrten über das abendliche PCK-Gelände bereit, inklusive eines Stopps, um die moderne Messwarte des Unternehmens besichtigen zu können. Es war das fünfte mal, dass das PCK zu einer solchen Aktion eingeladen hatte. „Sie ist ein Teil unserer Strategie für die Gewinnung von Nachwuchs für die Raffinerie“, erklärte PCK-Geschäftsführer Jos van Winsen.

Jährlich stellt PCK 30 Auszubildende ein. Bewähren sie sich in der Ausbildung, erhalten sie in der Regel eine weitere Anstellung von mindestens einem halben Jahr. „Viele haben wir mittlerweile aber auch übernommen, andere sind in andere Firmen der Region gegangen. Wir bilden nicht nur für unseren Bedarf aus, sondern darüber hinaus. Das gehört sich als großes gutes Unternehmen aber auch so“, versicherte van Winsen.