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Schwedts Theater-Chef gegen zentrale Kulturstiftung

Die Reformpläne der rot-roten Regierung betrifft auch die Kulturlandschaft in der Uckermark. Ist der Theaterstandort Schwedt in Gefahr?

Reinhard Simon, Intendant der Uckermärkischen Bühnen Schwedt
Udo Krause Reinhard Simon, Intendant der Uckermärkischen Bühnen Schwedt

Reinhard Simon, Intendant der Uckermärkischen Bühnen Schwedt, sieht eine mögliche Zusammenlegung der Theater in eine Kulturstiftung im Zuge der Kreisgebietsreform skeptisch. "Zentralisation kann kein Allheilmittel sein. Wir sind froh, dass wir das im 25. Jahr nach der Wiedervereinigung hinter uns zu wissen glauben", sagte Simon dem Uckermark Kurier im Interview.

Kulturministerin Sabine Kunst denkt vor dem Hintergrund der Kreisgebietsreform über die Bildung einer Kulturstiftung für die Uckermärkischen Bühnen Schwedt (ubs), das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt (Oder), das Staatstheater Cottbus und die Neue Bühne Senftenberg nach.

Nach Ansicht Simons muss Schwedt nicht um seinen Theaterstandort bangen. Was die Pläne zur Kreisgebietsreform angeht, rät der ubs-Intendant dazu, nicht in Panik zu geraten. Die Reform sei noch nicht ausreichend kommuniziert. Deshalb setzt Simon auf ein vertrauensvolles Miteinander. Außerdem könne er sich nicht vorstellen, dass die ubs bei den Gesprächen außen vor gelassen werden, sagt Reinhard Simon.

Das vollständige Interview lesen Sie hier.

Ihre Fragen zur Kreisgebietsreform

Am 21. September kommt Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) nach Prenzlau. In der Uckerseehalle wird er dann um 17 Uhr die Grundzüge der geplanten Kreisgebietsreform darstellen. Bürgerinnen und Bürger haben die Gelegenheit, mit dem Minister über das Leitbild zur Verwaltungsstrukturreform zu diskutieren.

Dieses schlägt vor, die Anzahl der Landkreise in Brandenburg von 14 auf zehn zu reduzieren. Dabei sollen Landkreise entstehen, die eine Grenze mit Berlin haben. Zudem soll jeder Kreis mindestens 175 000 Einwohner zählen. In der Uckermark leben gegenwärtig 122 500 Menschen. Bei einer Fusion mit dem Landkreis Oberhavel oder Barnim wäre die Mindesteinwohnerzahl gegeben. Würde die Uckermark mit Barnim zusammengelegt werden, würde dieser Kreis die maximale Größe von 5000 Quadratkilometern nicht überschreiten. Ab 2016 soll sich der Landtag mit dem Leitbild zur Reform befassen.

Wir wollen herausfinden, was die Kreisgebietsreform für die einzelnen Lebensbereiche der Bürger in der Uckermark bedeutet. Stellen Sie uns Ihre Fragen zur Reform und diskutieren Sie mit – am einfachsten per E-Mail an red-prenlau@uckermarkkurier.de.