Von Auto überfahren:

Schwerverletzter Junge liegt im Koma

Nach dem schrecklichen Unfall mit einem kleinen Jungen werden jetzt die Örtlichkeiten untersucht. Für viele sind diese eine mögliche Ursache.

Das Kind wurde in die Universitätsklinik Greifswald geflogen. Der Zustand des Jungen soll stabil sein.
Lutz Reuter Das Kind wurde in die Universitätsklinik Greifswald geflogen. Der Zustand des Jungen soll stabil sein.

Der kleine Junge, der vor dem Prenzlauer Asylbewerberheim angefahren worden ist, musste ins künstliche Koma versetzt werden. Das teilte die Polizei am Freitag auf Nachfrage mit. Der Zustand des Schülers wird von den Ärzten aber nach wie vor als stabil eingeschätzt. Mit Unterstützung des Sozialamtes hat die Mutter ihr Kind mittlerweile im Greifswalder Klinikum besuchen können.

Nach dem tragischen Unfall ist nun Kritik an den örtlichen Gegebenheiten in diesem Bereich laut geworden. Viele Leser äußerten nach dem Bericht, dass sie schon lange befürchtet hätten, dass dort einmal etwas passiert, weil spielende Kinder am Straßenrand keine Ausnahme seien. In diesem Fall hatte der Junge aber wohl mit seiner Mama am Straßenrand gestanden, in der Absicht, die Fahrbahn zu überqueren. Warum er plötzlich losgelaufen war, weiß niemand.

Kontrollen deuten nicht auf Raser hin

Im Heim räumte man ein, dass es aufgrund steigender Belegungszahlen zurzeit Probleme gebe. Dort, wo sich bis vor Kurzem noch ein Spielplatz befand, werden momentan nämlich die Wohncontainer für die Neuzugänge errichtet. Mit der Konsequenz, dass die dort wohnenden Mädchen und Jungen gegenwärtig keine Sport- und Freizeitanlagen vor der Tür haben. In der Folge spielen sie manchmal auch direkt an der Straße. Es gibt zwar eine Mauer und extra Barrieren, die das spontane Hinauslaufen verhindern sollen, aber einen umfänglichen Schutz bieten diese vermutlich nicht. 

Beim Landkreis war zu erfahren, dass das Problem erkannt sei und man gemeinsam mit dem Betreiber nach Lösungen suche. Die Bauarbeiten sollen in den nächsten Tagen abgeschlossen sein. Unmittelbar danach will man beginnen, die Situation zu entschärfen. Fläche sei vorhanden, so Sprecherin Ramona Fischer. Die Stadt sicherte zu, dass sich das Ordnungsamt diesen Bereich noch einmal vornehmen werde. Es habe seit 2001, als dort ein Asylbewerberkind tödlich verunglückt war, aber schon regelmäßig Kontrollen gegeben. Die deuteten allerdings nicht darauf hin, dass dort besonders gerast wird.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung