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Sechs Stunden stehen die Busse still

Nach gescheiterten Verhandlungen legten Busfahrer am Dienstag die Arbeit erneut nieder. Davon war der Schülerverkehr betroffen.

So wie in Prenzlau wurden alle vier Betriebshöfe der UVG in der Uckermark am Dienstagmorgen bestreikt.
Lutz Reuter So wie in Prenzlau wurden alle vier Betriebshöfe der UVG in der Uckermark am Dienstagmorgen bestreikt.

Es ist kaum einen Monat her, dass die Gewerkschaft Verdi Busfahrer in der Uckermark zum Streik aufgerufen hatten. Nachdem Arbeitgeber und Gewerkschaftsvertreter bei Verhandlungen keine Einigung erzielen konnten, legten Busfahrer in der Uckermark am Dienstagmorgen erneut ihre Arbeit nieder. Zwischen 3 und 9   Uhr fuhren keine Busse der Regional- und Stadtlinien der Uckermärkischen Verkehrsgesellschaft mbh (UVG). Alle vier Betriebshöfe wurden bestreikt.

Somit war auch wieder der Schülerverkehr betroffen. Einige Eltern meldeten ihre Kinder aufgrund des Streiks, für Dienstag vom Unterricht ab. „Ich habe fünf Anrufe von Eltern entgegen genommen, die ihr Kinder abgemeldet haben. Aber es waren auf jeden Fall mehr. Einzelne sind auch später zur Schule gekommen“, sagt beispielsweise Dirk Krink, Koordinator der Naturschule in Prenzlau.

Weitere Streiks möglich

Bis zur nächsten Verhandlung am kommenden Montag sei kein weiterer Streik geplant, informierte Verdi. Sollten die Gespräche mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband Brandenburg (KAV) wieder scheitern, drohen jedoch erneute Arbeitsniederlegungen. „Finanziell liegen beide Seiten weit auseinander, und was die Laufzeit angeht auch“, so Verdi-Pressesprecher Andreas Splanemann. Verdi fordert eine Lohnerhöhung von 120  Euro bei einer Vertragslaufzeit von zwölf Monaten. Der KAV bietet 1,5 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwei Jahren.