Unbehagen auf der Mittelinsel:

Senioren fürchten die Babette-Kreuzung

Vor allem für Ältere ist das Überqueren der Prenzlauer Straße in einem Zug nicht möglich. Ist die Grünphase der Ampel zu kurz?

Berta Krüger betritt nur ungern die Babette-Kreuzung. Denn die vorbeirauschenden Autos machen ihr Angst.
Thomas Walther Berta Krüger betritt nur ungern die Babette-Kreuzung. Denn die vorbeirauschenden Autos machen ihr Angst.

Jedes Mal wenn Berta Krüger von ihrer Wohnung in der Brüssower Straße in die Friedrichstraße will, ist ihr Bange. Denn dann muss sie über die Babette-Kreuzung. Dabei muss sie gut zehn Meter Straße überqueren. Die 82-jährige schafft die Überquerung der Straße aber nicht in einem Zug. Sie erreicht gerade die Mittelinsel, dann springt die Ampel auf rot um.

Und das bereitet ihr Unbehagen. Denn die Insel ist nur 2,50 Meter breit. Und da sie meist mit dem Fahrrad unterwegs ist, erscheint ihr das zu eng.

Zeit der Grünphase nachgemessen

Der Uckermark Kurier machte den Versuch. Mit einer normalen Laufgeschwindigkeit benötigt man für die gut zehn Meter von der einen zur anderen Straßenseite zwölf Sekunden. Die Grünphase dauert rund 27 Sekunden. Also genug Zeit zum Überqueren beider Fahrbahnen.

Es sei denn, man ist schlecht zu Fuß. Deshalb, so der Landesbetrieb für Straßenwesen, gäbe es ja auch die Mittelinseln. Die Ampelphasen seien auf einen Mittelwert eingerichtet, so dass man eigentlich die Überquerung schaffen sollte. Eine Änderung der Phasen, so Bauamtsleiterin Kerstin Oyczysk, ist kaum möglich. Denn die Ampel an der Babette-Kreuzung ist auch mit den Ampeln an der Kreuzung vorm Gericht sowie an der Grabow-Straße zeitlich abgestimmt. 

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