Jede Minute zählt:

Sensible Retter mit schwerer Technik

Wenn nach einem schweren Unfall die Feuerwehr am Unglücksort eintrifft, keimt Hoffnung auf. Doch eine schnelle Befreiung der eingeklemmten Opfer ist selten möglich, wissen die Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr.

Nach dem Aufschneiden des Pkw wird das "Opfer" aus dem Wagen geborgen.
Claudia Marsal Nach dem Aufschneiden des Pkw wird das "Opfer" aus dem Wagen geborgen.

Martin Häusler ist ein Kerl wie ein Baum. Und trotzdem atmet der knapp zwei Meter große Hüne schwer, als er das 20 Kilo schwere Brechwerkzeug nach  zehnminütigem Kampf gegen Pkw-Blech endlich aus der Hand legen kann. Ohne zweiten Mann wäre es nicht gelungen, die Fahrertür des Autos aufzubiegen, so viel ist klar. Was die beiden Feuerwehrleute aus Prenzlau da eben geleistet haben, war Schwerstarbeit. Diesmal zwar nur zu Übungszwecken – im Rahmen des Verkehrstages für Senioren. Aber Aufbrechszenarien wie diese bestimmen den Alltag der Retter, wenn sie an einen Unfallort gerufen werden. Die Türen sind häufig so verkeilt, dass ein normales Öffnen nicht mehr möglich ist. Aug’ in Aug’ mit meist schwerverletzten Opfern versuchen die Feuerwehrleute dann, das Blech zu bezwingen. Und das kann sich – aus Sicht der Betroffenen – manchmal endlos lange hinziehen, egal wie sehr sich die Retter mühen. Der sensible Umgang mit der schweren Schneid- und Spreiztechnik ist unbedingt notwendig, um nicht zusätzlich die verletzten und eingeklemmten Personen in Gefahr zu bringen.

Wer mehr über die Arbeit der Feuerwehr erfahren oder ihre Reihen als aktiver Retter verstärken möchte, kann sich jederzeit im Prenzlauer Depot in der Grabowstraße 50 melden. Telefon 03984 2386

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