Bleibt die Kirche dicht?:

Sie wollen St.Marien offen halten

Prenzlaus Wahrzeichen bekommt ein neues Gewölbe. Es könnte passieren, dass Besucher dieses nicht sehen können. In der Kirchenkasse gibt es kein Geld mehr, um die Öffnungszeiten abzusichern. Jetzt wird eine Lösung gesucht.

Antje Lang, Norbert Heyer und Martina Radüge (von links) hoffen, dass sich jemand von einer Ehrenamtspauschale überzeugen lässt.
Monika Strehlow Antje Lang, Norbert Heyer und Martina Radüge (von links) hoffen, dass sich jemand von einer Ehrenamtspauschale überzeugen lässt.

Martina Radüge, Antje Lang und Norbert Heyer liegt die Marienkirche nicht nur am Herzen, sie setzen sich für das Wahrzeichen der uckermärkischen Kreisstadt auch besonders ein. Die eine als Mitglied der Kirchengemeinde Prenzlau, die andere als Leiterin der Stadtinformation und der dritte als Kirchenführer. Doch sie plagt eine Sorge. Wenn keine Lösung gefunden wird, bleiben Prenzlauer und ihre Gäste in diesem Jahr vor verschlossenen Türen stehen.

Der Haushalt der Kirchengemeinde habe für Personal in der Marienkirche keine Reserve mehr, erklärt Martina Radüge. Die Gemeinde stehe vor großen Herausforderungen, wenn das neue Gewölbe für Marien eingebaut wird. „Dafür müssen wir Eigenanteile aufbringen, ohne die geht nichts.“

Kirche hofft auf Ehrenamtler

Trotzdem ist sie sich mit der Touristikerin an ihrer Seite einig, dass ein Weg gefunden werden muss, um den Gästen der Stadt das Haus zugänglich zu machen. Im Rathaus verweist man auf den Eigentümer, die Kirche. In der Vergangenheit wurde geholfen, geförderte befristete Stellen zu schaffen. „Doch das gibt der Haushalt nicht mehr her. Wir bauen Personal ab und können nicht für alles zuständig sein“, erklärt Amtsleiter Eckhard Blohm.

Jetzt hofft die Kirchengemeinde auf Ehrenamtler. „Der Gemeindekirchenrat sucht Frauen und Männer, die für eine Ehrenamtspauschale von jährlich 720 Euro die Aufgaben erfüllen. Bis zur nächsten Sitzung am 14. April hoffen wir, dass sich Freiwillige melden“, so Radüge. Es sollten fitte Mitbürger sein, für die die 234 Stufen im Turm kein Problem sind.

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