Aktionstag Gesundheit und Fitness:

So sportlich ist die Uckermark

Sport, Gesundheit, Fitness und Ernährung: Mit einer Fitnessmeile zeigten Vereine und Anbieter aus den Bereichen auf, was in dieser Hinsicht angeboten wird.

Breakdancer Tony Wöhnert zeigte, wie akrobatisch dieser Tanzstil ist.
Armin Gehrmann Breakdancer Tony Wöhnert zeigte, wie akrobatisch dieser Tanzstil ist.

Meilen werden sonst in der Prenzlauer Friedrichstraße shoppend oder beim Straßen-Staffel-Tag laufend absolviert. Zum dritten Mal in diesem Jahr gab es jedoch eine thematische, diesmal eine Fitnessmeile.
Ab 13 Uhr herrschte reger Andrang an den vielen Stationen. "Wir haben auf uns aufmerksam gemacht und fanden reges Interesse", urteilten die Männer am Stand des Prenzlauer Schützenvereins.

"Wenn auch nur eines der Kinder, dass sich heute hier im Handball probierte, zum aktiven Sportler werden sollte, haben wir gewonnen", fasste Steffen Domman, SV Fortuna Prenzlau, zusammen. Am Stand des Fitness-Studios Modernline bestätigte Sven Neumann, dass Angebote und Hinweise rege gefragt waren. Rony Wesenberg stieg zum Beispiel vom Stepper und pustete schwer atmend. "Die ersten 30 Sekunden konnte ich den Rhythmus halten, dann wurden die Arme müde. Ab 45 Sekunden wurde es bis zum Ablauf der Minute richtig schwer."

Rekord auf dem Hometrainer

Große Aufmerksamkeit erregten auf dem Raiffeisenplatz auch die BMX-Sportler bei waghalsigen Sprüngen an der Rampe. Langen Beifall erhielten auf der Bühne im Zelt auch die Breakdancer „betaphase“ vom Jugendhaus „Puzzle“. Tony Wöhnert und Steve Hollubetz freuten sich darüber sehr.

Das alles wurde kurz vor Veranstaltungsende noch vom Beiffall für Tom Wolfram übertroffen. Am virtuellen Hometrainer griff er die Tagesbestleistung für eine 1,6 Kilometer lange Fahrt mit Anstieg (Widerstand beim Pedaldruck wurde dabei größer) übertönt. Nach 3:08 Minuten stand es fest, er wurde, rhythmisch klatschend angetrieben, zum neue Rekordhalter. „An diesem Gerät kann man wirklich nachempfinden, wie schwer es für Rennfahrer am Berg wird. Das war extrem, ich bin jetzt richtig platt.“ Aber der Beifall habe ihn dazu getrieben.

Nur die Siegerehrung fehlte

Zusammen also ein wahrer Werbetag für Sport und Gesundheit, vom gemeinsamen Frühsport (100 Teilnehmer) über Nordic Walking (50 Teilnehmer) bis hin zu drei bewegten Stunden in der Fitnessmeile. Kritik gab es aber wegen des Lücken im Tagesprogramm und der nicht stattgefundenen Siegerehrungen, die für 16 Uhr im Programm ausgewiesen waren und die Möglichkeiten eines öffentlichen Dankes an alle Mitstreiter gewesen wären.

 

 

Armin Gehrmann meint:

Gut gemeint, aber an der Umsetzung haperte es

Fitnessmeile in der Prenzlauer Friedrichstraße, was soll das? So die Frage beim ersten Lesen der betreffenden Plakatzeile.

Unterm Strich fand diese Aktion Anklang bei allen Nutzern der Angebote und deren Anbieter. Als aber am 9. September zur ersten Beratung dazu eingeladen wurde, zeigten sich Defizite. „Zu spät in Angriff genommen“, „Zu lange im Ablauf von 9 bis 16 Uhr, mit unnötigen Pausen“, „In Kombination mit dem Hügelmarathon-Termin nicht ratsam“. So lauteten die Argumente. Unterm Strich steht nun: Es war ein Versuch, sogar einer, der es wert war. Einer, der nach Wiederholung ruft. Dann aber als kompaktes Programm und mit einer langfristigen Planung. Dass es in der Kreisstadt 29 Sportvereine und weitere Anbieter in diesem Bereich gibt, ist nur Insidern bekannt. Daher muss die Kommunikation aller Mitgestalter der Fitnessmeile davor und am Tag selbst verbessert werden. Weder eine Zusammenarbeit mit dem Sportbeirat der Stadt noch die Umsetzung aller im Programmheft angekündigten Aktionen waren gegeben. „Alles zusammen eine begrüßenswerte Aktion“, urteilte Heike Hellwig-Kluge, Geschäftsführerin des Kreissportbundes. „Alle Anbieter zeigten große Eigeninitiative, jeder gab sein Bestes.“ Zusammenarbeit sieht aber anders aus.

Das Fazit: Eine Neuauflage sollte man anstreben. Nicht nur wünschenswert, sondern Bedingung dafür ist, jetzt so schnell wie möglich gemeinsam Schlüsse aus dieser Premiere zu ziehen, um allen Sportinteressen entsprechen zu können.

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