Bundeswehr am Tag der offenen Tür:

So viele Farbtupfer gibt es in der Kaserne ansonsten nicht

Die Soldaten und Soldatinnen der Bundeswehr in Prenzlau zeigen, was sie können. Sie führen Technik und Drills vor, während im Hintergrund stündlich Kanonenschläge zu hören sind.  Das lassen sich Hunderte von Menschen nicht entgehen.

Der Leopard 2 Panzer war für viele, egal ob jung oder alt, einer der Attraktionen.
Gerald Bahr Der Leopard 2 Panzer war für viele, egal ob jung oder alt, einer der Attraktionen.

Um 11 Uhr wurde die Straße in der Kaserne abgesperrt und drei „Wölfe“ brettern dort, jede Menge Staub aufwirbelnd, entlang – bis zur Notbremsung. Bewaffnete Soldaten steigen aus, sichern den Platz, bis weitere Bundeswehrfahrzeuge eintreffen. Damit begann die erste der Vorführungen: eine Notreparatur unter Gefechtsbedingungen. Und all das unter Kanonenschlägen, mit der der Lychener Schützenverein für die passende Geräuschkulisse sorgte. So präsentierte sich die Uckermarkkaserne am Sonnabend am Tag der offenen Tür.

Jede halbe Stunde fing eine andere Vorführung an. Was ein Gefechtsstand ist und wie der aufgebaut wird, wurde gezeigt und Soldaten bewältigten die über 200 Meter lange Hindernisbahn."Eins geht, Zwei geht!", wird an jedem einzelnen Hindernis gerufen. Wie im Gefecht sicherten Teile der Gruppe den Platz, während andere vorrücken.  Aber auch wie die Soldaten an einem Checkpoint verfahren wurde vorgeführt. Zwei Soldaten mussten dafür als Zivilisten dienen, damit ihre Kameraden in Uniform demonstrieren konnten, wie sie Personen bei einer solchen Kontrolle versteckte Waffen abnehmen und Fahrzeuge durchsuchen - stilecht umringt von meterweise Stacheldraht. Und das unter den Augen von Hunderten von Besuchern.

 „Ich war schon 1956 als Offizier in Prenzlau stationiert“, sagte Horst Anders. Der mittlerweile Pensionierte war einer der zahlreichen Besucher in der Kaserne. Auch in den 1960ern und 70ern war er in der Uckermark stationiert, zeitweise auch in Pasewalk. Dort hat er auch gewohnt, bis er 1970 mit seiner Frau nach Prenzlau zog. Auch sie arbeitete als Zivilistin bis 1991 im Stab. So lag es auf der Hand, dass das Ehepaar beim Tag der offenen Tür mit von der Partie war.

Doch auch viele Familien zog es in die Kaserne, was für Farbtupfer als Kontrast zu dem Oliv und Flecktarn der Soldaten und Soldatinnen sorgte. „Meine Tochter Carolin überlegt, ob sie bei der Bundeswehr eine Ausbildung anfangen will“, erklärte Katrin Lampe. Sie arbeite gerne mit Menschen und möchte im medizinischen Bereich beziehungsweise dem Gesundheitswesen arbeiten. Die Bundeswehr biete da einige Ausbildungszweige an, sagte Carolin, nachdem sie sich am Info-Stand erkundigte.

Dass die Technik der Bundeswehr für Aufsehen sorgt, war zu erwarten. Schon um kurz nach zehn Uhr nach der Eröffnung war beispielsweise der ausgestellt Leopard 2 Panzer schnell zur Hüpfburg umfunktioniert. Während Dutzende Kinder nach und nach darauf und darin herumtollten, fachsimpelten viele Väter vor dem Panzer, wie Stanley und Sam-Leon. „Die beiden waren von den Autos und Panzern begeistert“, erzählten die Eltern, Steve und Stephanie Hausmann. Für Steve war die Technik ebenso interessant. „Wann kann man sich das sonst einmal aus der Nähe ansehen?“

 

 

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