500 000 Nutzungskilometer weniger:

Sparmaßnahmen bei Bussen beschlossen

Im Kreistag stimmte die Mehrheit der Abgeordneten für eine drastische Reduzierung des Streckenangebots im öffentlichen Nahverkehr.

Am ZOB in Prenzlau verkehren die Busse regelmäßig. In anderen Teilen der Uckermark sieht das dagegen anders aus. Künftig sollen sogar noch weniger Busse fahren.
Sebastian Klaus Am ZOB in Prenzlau verkehren die Busse regelmäßig. In anderen Teilen der Uckermark sieht das dagegen anders aus. Künftig sollen sogar noch weniger Busse fahren.

Die Mehrheit der Abgeordneten im Kreistag hat einer Beschlussvorlage zugestimmt, künftig 500 000 Nutzungskilometer im Busverkehr einsparen zu wollen. Hintergrund des neuen Verkehrsvertrages im öffentlichen Personennahverkehr ist, dass der Landkreis nicht mehr wie bisher üblich einen festen Zuschuss an die Uckermärkische Verkehrsgesellschaft (UVG) zahlen muss, als vielmehr einen Zuschuss pro Nutzkilometer. Der genaue Betrag richtet sich dabei nach der prognostizierter Kilometerleistung, die von den Bussen in der Region auch tatsächlich abgefahren werden. 3,9 Millionen Euro sollen es im kommenden Jahr werden - eine größere Summe ist bislang noch nie aus dem Haushalt des Landkreises an die UVG ausgezahlt worden.

Derzeit kommt diese laut Fahrplan auf rund 6,9 Millionen Nutzungskilometer. „Wenn von knapp sieben Millionen Fahrplankilometern eine halbe Million gestrichen wird, ist das ein tiefer Einschnitt. Wer die Kostenstruktur der UVG kennt, weiß dies geht nur durch Kapazitätsabbau und vor allem durch Personalabbau“, kritisierte Dr. Hans-Otto Gerlach (CDU) den Beschluss. Gerlach hatte wie seine Parteigänger von der CDU gegen die Vorlage gestimmt.

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