Begeisternder Wahlkampf sieht anders aus:

SPD-Kandidat bald nicht mehr länger grün im Gesicht

Nicht immer gilt „nomen est omen“. Stefan Zierke erstrahlt in aquariumgrün auf seinen Wahlkampfplakaten. Einige Wochen hat es gedauert, aber nun will er endlich wieder Farbe zeigen - und diesmal die richtige.

Das Stefan Zierke auf seinen Plakaten so grün im Gesicht aussieht, war zweifellos nicht geplant. Erst recht nicht für einen SPD-Kandidaten.
Gerald Bahr Das Stefan Zierke auf seinen Plakaten so grün im Gesicht aussieht, war zweifellos nicht geplant. Erst recht nicht für einen SPD-Kandidaten.

Ausgerechnet „Begeisternder Wahlkampf“ nennt sich die PR-Firma, auf die Stefan Zierke setzt. Doch er ahnte im Vorfeld nicht, wie sehr die Begeisterung in den Keller rutschen würde.

Der SPD-Kandidat für einen uckermärkischen Bundestagssitz hatte mit dem Berliner Unternehmen die Lieferung seiner Wahlplakate vereinbart. Doch nach wenigen Tagen begannen die Farben zu verblassen. So zeigen sie ihn seit Wochen in aquariumgrün, insgesamt 3000 Mal in der Uckermark. Preiswerter und umweltgerechter als bei anderen Anbietern sei das „Vordermann-Plakat“ zu haben, wirbt die PR-Firma im Internet. Das rächt sich für den Kandidaten der "Roten". Vor zwei Wochen vom Uckermark Kurier nach dem Dilemma befragt, zeigte er sich optimistisch, dass seine Wahlkampfblätter zeitnah ausgetauscht würden.

Doch am Donnerstag erst konnte er mit Bestimmtheit sagen: „Die Plakate werden heute ausgeliefert“. Zu dem Zeitpunkt hatte ihn der Uckermark Kurier in Vierraden erreicht, wo er voll im Wahlkampf stehend um Sympathien bei den Uckermärkern warb. Zudem plante er Auftritte auch in Schwedt. Heute ist er in Eberswalde zu erleben, abends besucht er ein Konzert auf dem Gut Schwaneberg. Bei dieser Terminflut muss sich Zierke viel Hilfe organisieren, um die neuen Plakate im SPD-Rot anbringen zu können. „Dabei helfen mir ganz viele Freunde, Bekannte und SPD-Mitglieder in den Ortsvereinen“, versichert er.

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