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Sprachbarriere erschwert Hilfe für Flüchtlinge

Die Spenden sprudeln, die Bereitschaft zur Unterstützung der Flüchtlinge in der Angermünder Notunterkunft ist groß. Und doch klafft zwischen wortgewaltigen Zugeständnissen und den aktuellen Bedürfnissen eine Lücke. der Asylbewerber eine Lücke.

Doris Diller engagiert sich und besucht regelmäßig die Flüchtlingsunterkunft in Angermünde. Dort kümmert sie sich um die Bewohner aus Kamerun. Sie kennt also die Probleme, mit denen die Asybewerber zu kämpfen haben, allen voran die Sprachbarriere.
Christina Schmidt Doris Diller engagiert sich und besucht regelmäßig die Flüchtlingsunterkunft in Angermünde. Dort kümmert sie sich um die Bewohner aus Kamerun. Sie kennt also die Probleme, mit denen die Asybewerber zu kämpfen haben, allen voran die Sprachbarriere.

Flüchtlinge mit offenen Armen zu empfangen, ist eine Sache, ihnen zu helfen eine andere. Diese Erfahrung ist eines der Ergebnisses eines Treffens in Angermünde, zu dem das „Bündnis für ein weltoffenes, tolerantes und gewaltfreies Angermünde“ eingeladen hatte. In der uckermärkischen Stadt leben derzeit 46 Flüchtlinge aus Kamerun, Tschetschenien und Serbien.

An Menschen, die die Flüchtlinge mit allem, was sie brauchen, unterstützen, mangelt es dort nicht. Doch Doris Diller, die aufgrund ihrer französischen Sprachkenntnisse besonders die Asylbewerber aus Kamerun betreut, stellte fest, dass eine Hilfsinfrastruktur fehlt. „Es ist schön, dass die Sportvereine die Asylbewerber mit Aushängen zu Trainings einladen. Aber sie verstehen die Zettel ja nicht. Wir brauchen also einen Ansprechpartner, der erklärt, ein erstes Treffen vereinbart und zum Beispiel organisiert, dass sie Turnschuhe bekommen, weil sie mit Straßenschuhen die Halle gar nicht betreten dürfen“, wies sie auf die ganz praktischen Probleme hin.

Probleme in der Sprechstunde

Unterstützer brauchen die Flüchtlinge zudem bei Arztbesuchen. Die Sprachbarriere, aber auch ungeklärte Krankheitsgeschichten würden die Aufenthalte bei den Medizinern derart in die Länge ziehen, dass die Ärzte bereits mit Vorbehalten auf Anmeldungen reagierten. „Das könnte alles wesentlich schneller gehen, wenn jemand dabei wäre“, sagte die engagierte Angermünderin. Ruheständler oder Freiwillige, mit und ohne Sprachkenntnisse, würden händeringend gebraucht.

Dolmetscher gesucht

Für die Kinder der Asylbewerber ist an der Ehm-Welk-Schule bereits eine Sprachklasse eingerichtet worden. Aber was ist mit den Erwachsenen? Die vielen Herausforderungen will das Bündnis nun Stück für Stück ganz praktisch angehen. Wer die Asylbewerber in der Notunterkunft unterstützen will, zum Beispiel als Dolmetscher mit französischen oder russischen Sprachkenntnissen, der kann sich an Doris Diller wenden. Telefon: 03331 3656650 

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