Das Millionen-Wunder von Prenzlau:

St. Marien erhält Gewölbe und Empore zurück

Fast sieben Jahrzehnte nach seiner Zerstörung sieht das Wahrzeichen der Kreisstadt einer neuen Zukunft als Konzerthaus entgegen. Bundestagsabgeordneter Stefan Zierke (SPD) bringt die frohe Kunde aus der Bundeshauptstadt mit.

Die Marienkirche, das Wahrzeichen der Uckermark-Kreisstadt.
Heiko Schulze Die Marienkirche, das Wahrzeichen der Uckermark-Kreisstadt.

Kaum zu glauben, aber wahr: Die Prenzlauer Marienkirche, eines der bedeutendsten Zeugnisse der norddeutschen Backsteingotik, wird mit 3,24 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt 2014 neu ausgebaut. Der Bürger-und Förderverein "Wir für Prenzlau" hatte sich der schwierigen Aufgabe gestellt, Gelder für ein Gewölbe-Neubau zusammenzutragen. Der uckermärkische SPD-Bundestagsabgeordnete Stefan Zierke machte sich in Berlin stark für dieses Vorhaben.

Am Donnerstag, dem 5. Juni, kam dann die überraschende Nachricht: Der Haushaltsausschuss des Bundes genehmigte 3,24 Millionen Euro für St. Marien. Ein Volumen, das neben dem Gewölbe auch den Neubau der Empore für die neue Orgel ermöglichen wird. Damit erfüllt sich ein Wunsch zahlreicher Prenzlauerinnen und Prenzlauer. Die Älteren unter ihnen hatten im April 1945 zum Ende des zweiten Weltkrieges die Zerstörung der Hauptstadt der Uckermark miterleben müssen, die zu 85 Prozent in Schutt und Asche fiel.

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