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Stadt Prenzlau: Sanierte Häuser statt Wohncontainer

Der Stadt Prenzlau liegen Bauanträge für zwei weitere Wohncontainer am Standort des Asylbewerberheims vor. Die Sanierung leerer, maroder Kasernengebäude wäre sinnvoller, meint Prenzlaus Bürgermeister Hendrik Sommer.

Der bestehende Wohncontainer-Komplex an der Berliner Straße in Prenzlau. Für zwei weitere Container liegen bei der Stadt die Bauanträge vor.
Thomas Walther Der bestehende Wohncontainer-Komplex an der Berliner Straße in Prenzlau. Für zwei weitere Container liegen bei der Stadt die Bauanträge vor.

Kritik an der Unterbringung von Flüchtlingen in Wohncontainern: Prenzlaus Bürgermeister Hendrik Sommer (parteilos) äußerte sich am Mittwochabend im Ausschuss für Bildung, Kultur und Soziales distanziert gegenüber neuesten Unterbringungsplänen der Landkreisverwaltung Uckermark. Wie Sommer informierte, liegen der Stadt Prenzlau Bauanträge für zwei weitere Wohncontainer am Asylbewerberheim-Standort Berliner Straße vor. Damit solle Wohnraum für weitere 180 Flüchtlinge geschaffen werden. Früheren Aussagen des Landkreises zufolge müssen pro Wohncontainer etwa zwei Millionen Euro ausgegeben werden.

Der Bürgermeister drückte sein Unverständnis darüber aus, warum das Geld nicht in die Sanierung leer stehender Bestandsbauten investiert wird. „Ich wette, dass mit drei Millionen Euro das leere Kasernengebäude saniert werden könnte“, sagte der Bürgermeister. In dem Kasernenbau könnten dann sogar 250 Menschen untergebracht werden. Allem Anschein nach, erklärte Sommer, werde die Zahl der Flüchtlinge eher steigen. „Ich verstehe dieses kurze Denken nicht“, so Hendrik Sommer.