Ab 7.30 Uhr Bomben-Entschärfung:

Stadtleben steht Dienstag still

Es sind nur noch wenige Stunden, bis ein Großteil des Prenzlauer Stadtgebietes evakuiert wird. Neben Wohnungen Einkaufszentren, Schulen, Kitas, Arztpraxen ist auch die LAGA betroffen.

Margarete Kraus (82) studiert den Aushang an der Eingangstür zur ihrem Hausaufgang am Georg-Dreke-Ring. Spätestens bis 7.30 Uhr soll sie ihre Wohnung am Dienstag verlassen haben, heißt es in dieser Verordnung.
Heiko Schulze Margarete Kraus (82) studiert den Aushang an der Eingangstür zur ihrem Hausaufgang am Georg-Dreke-Ring. Spätestens bis 7.30 Uhr soll sie ihre Wohnung am Dienstag verlassen haben, heißt es in dieser Verordnung.

"Wo soll ich denn bloß hin? Ich habe doch keine Angehörigen." Mit bangen Gefühlen sieht die 82-jährige Prenzlauerin Margarete Kraus dem Dienstag entgegen. Die geplante Entschärfung einer 250-Kilo-Bombe, gefunden auf dem Gelände der Uckermark Kaserne, wirbelt den gewohnten Alltag tausender Kreisstädter durcheinander und lässt den Puls der Stadt höher schlagen.  

Über 6000 Menschen müssen am Dienstag  bis 7.30 Uhr einen Sperrkreis mit einem Radius von tausend Metern verlassen haben. Möglicherweise können sie erst gegen 17 Uhr mit einer Rückkehr in ihre Wohnungen rechnen.Während dieser Stunden sind sie selbst für ihre Versorgung mit Lebensmitteln verantwortlich, betont die Stadtverwaltung Prenzlau. Dabei befinden sich große Einkaufsmärkte wie Marktkauf und Kaufland ebenfalls im Sperrkreis. Marktkauf am Schafgrund will daher am Montag eine Stunde länger (bis 21 Uhr) öffnen. Kaufland am Georg-Dreke-Ring bietet am Dienstag von 5.30 Uhr bis 7 Uhr eine Frühöffnungszeit an. Die Geschäftsführungen beider Einkaufszentren versichern, ihre Türen noch am Dienstag wieder öffnen zu wollen, sobald die Sperrung aufgehoben ist.

Geschlossen bleiben am Dienstag die Türen der Landesgartenschau.

Die Dauer der Sperrung hängt entscheidend davon ab, ob es gelingen wird, die Bombe zu entschärfen. Gelingt dieses nicht, muss das gefährliche Fundstück aus den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges vor Ort gesprengt werden. Ein gefährliches Unterfangen….

Der Uckermark Kurier berichtet Dienstag mit einem Live-Ticker.

Insgesamt sind rund 6000 Kreisstädter von dieser Evakuierung unmittelbar betroffen. Hilfe wird betroffenen Menschen unter der Telefonnummer 03984 752132 angeboten.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung