Neue Bio-Legehennenanlage:

Ställe bereit für 12 000 Tiere

Hans-Peter Wendt setzt jetzt auf Hühner, um den natürlichen Kreislauf in der Tier- und Pflanzenproduktion seiner Wirtschaft zu schließen. Der Weg bis zum ersten Huhn war nicht glatt und eben.

Bald zieht das Geflügel in die neue Bio-Legehennenanlage von Wendtshof ein.
Monika Strehlow Bald zieht das Geflügel in die neue Bio-Legehennenanlage von Wendtshof ein.

Noch steht die neue Eiersortieranlage nicht. Auch die Steuerungsanlage für beide Stalleinheiten wurde noch nicht installiert. Trotzdem lud Bio-Bauer Hans-Peter Wendt zur Einweihung seiner Bio-Legehennenanlage in Wendtshof, in die bald 12 000 Legehennen eingestallt werden sollen. Der Weg bis zum ersten Spatenstich im Mai 2014 war für den etablierten Bio-Landwirt nicht glatt und eben. Es gab neue Richtlinien für die Biolandwirtschaft, die die Planung verzögerte. Zudem hatte die Gemeindevertretung im April 2013 ihr Einvernehmen abgelehnt. Einwohner von Wendtshof befürchteten für sich und die Umwelt Belastungen.

Doch Wendt weiß: „Jede Veränderung im Umfeld wirft bei den Menschen auch kritische Fragen auf. Da muss man die Leute überzeugen.“ Weiter sagte er: „Wir Landwirte produzieren nicht für uns, sondern für die Städte. Landwirtschaft heißt vor allem Produktion.“ Die Eier aus Wendtshof sollen zum Beispiel in Brandenburg und Berlin, bis nach Hamburg möglichst aus eigener Kraft mit Naturkostvermarktern geliefert werden. Dabei setzt Hans-Peter Wendt rundum auf biologische Landwirtschaft. So ist er seit 1980 Mitglied von Bioland, war später Gründungsmitglied des Landesverbandes.