Einmaliger Fund:

Steinzeitgrab bald im Konsum zu sehen?

Am Gräberfeld nahe der Autobahn ist wieder Ruhe eingekehrt. Nun wird versucht, eine Ausstellung mit Originalteilen in Schmölln auf die Beine zu stellen. Damit könnte wieder Leben in die leer stehende Verkaufsstelle ziehen.

Was in Schmölln entdeckt wurd,e ist Landeseigentum. Doch als Exponate können Fundstücke ausgeliehen werden.
Monika Strehlow Was in Schmölln entdeckt wurde, ist Landeseigentum. Doch als Exponate können Fundstücke ausgeliehen werden.

Das Baufeld an der Autobahnbrücke bei Schmölln liegt vorerst wieder der Natur überlassen. Dort, wo vor Kurzem die Archäologen von dem Aufsehen erregenden Fund eines prähistorischen Gräberfeldes berichtet haben, ist Ruhe eingezogen. In der Gemeinde Randowtal hat Bürgermeister Axel Krumrey die Initiative ergriffen, um die Erinnerung an den einmaligen Fund zu erhalten. „Noch ist nicht alles in Papier und Tüten. Vorerst haben wir eine Idee, die dazu führen soll, das Gräberfeld auch perspektivisch im Blick zu behalten.“

Grundlage ist eine Ausstellung über die Grabung, die etwa ab Jahresmitte bis in den Spätherbst hinein im alten Konsum gezeigt werden soll. Das Gebäude steht seit Langem leer. Das Brandenburgische Landesmuseum für Archäologie und Denkmalpflege will die Ausstellung konzipieren und Originalteile aus dem Gräberfeld als Leihgabe stellen. Der Eigentümer des Hauses ist der Idee gegenüber ebenfalls nicht abgeneigt. Vieles ist noch zu klären. So sind die Funde, wie Steine und Gefäße, als Bodendenkmale Landeseigentum. Aus Sicht des Landesmuseums gibt es keine Probleme, Stücke auszuleihen. Doch die Gemeinde muss für die Ausstellung rund 6000 Euro aufbringen und hofft auf Sponsoren.

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