Er will doch nur spielen:

Sterben „Kampfhunde“ langsam aus?

Mit gefährlichen Hunden hat es Prenzlau nur noch selten zu tun. Das hat triftige Gründe.

Sind Sie sicher, in welcher Stimmung dieser Rottweiler gerade ist? Er gehört zu einer von 13 als gefährlich eingestuften Rassen, die in Brandenburg nur unter bestimmten Auflagen gehalten werden dürfen. Foto: fotolia Superingo
INGO HOFFMANN Sind Sie sicher, in welcher Stimmung dieser Rottweiler gerade ist? Er gehört zu einer von 13 als gefährlich eingestuften Rassen, die in Brandenburg nur unter bestimmten Auflagen gehalten werden dürfen.

„Wir haben kein Problem mit bissigen Hunden, sondern eher mit Leuten, die den Hundekot nicht wegräumen“, sagt Matthias Schmidt. Wer dabei erwischt wird, kann mit Bußgeldern von bis zu 1000 Euro rechnen. Der Leiter des  Ordnungsamtes kann sich zurücklehnen, denn die Zahl der sogenannten Kampfhunde reduziert sich seit Jahren in der Kreisstadt. Grund dafür ist die 2004 erarbeitete Hundehalterverordnung, nach der fünf Rassen generell verboten worden sind. Dazu gehören American Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Bullterrier, Staffordshire Bullterrier und Tosa Inu. Die damals lebenden Exemplare werden schon aus natürlichen Gründen immer weniger. 13 andere, darunter auch Rottweiler, Dobermann oder Mastiff, gelten seitdem als gefährlich. Wer sich solche Tiere anschafft, muss nicht nur strenge Auflagen erfüllen, sondern auch tief in die Tasche greifen. Im benachbarten Strasburg etwa sind für Listenhunde 400 Euro Hundesteuer zu zahlen. Dafür stehen heute wieder der Schäferhund und Schäferhundmischlinge auf Platz eins der beliebtesten Rassen, zu denen 120 der insgesamt rund 1400 Hunde in Prenzlau gehören.  

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