Autofahrer werden ausgebremst:

Straßenwärter ist der Flickschusterei überdrüssig

Die Landesstraße nach Schmölln ist eine einzige Schlaglochpiste. Geld für Reparaturen hat das Land nicht. Deshalb greift der Prenzlauer Straßenmeister jetzt zu ungewöhnlichen Mitteln.

Seit Wochen müssen Kraftfahrer auf der L 25 bei Schmölln die Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer drosseln. Eine Änderung ist vorerst nicht in Sicht, erklärt Straßenmeister Wilfried Wittenburg.
Monika Strehlow Seit Wochen müssen Kraftfahrer auf der L 25 bei Schmölln die Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer drosseln. Eine Änderung ist vorerst nicht in Sicht, erklärt Straßenmeister Wilfried Wittenburg.

Wer auf der Straße nach Schmölln ein höheres Tempo als erlaubt fährt, riskiert nicht nur ein Knöllchen von der Polizei. Zudem könnte sein Auto die Schlaglochpiste nicht unbeschadet überstehen. Seit Monaten müssen Kraftfahrer ihr Fahrzeug dort von 70 bis auf 30 Stundenkilometer herunterdrosseln, weil die Schäden nicht beseitigt werden. Doch Wilfried Wittenburg sieht darin keinen Sinn mehr. Der Prenzlauer Straßenmeister des brandenburgischen Landesbetriebes für Straßenbau war im Vorjahr mit seiner "Flickkolonne" dort entlang gezogen. Inzwischen reißen neue Löcher auf. Für eine Grundsanierung fehlt im Land aber das Geld, weiß er. "Also bleiben die Geschwindigkeitsbegrenzungen vorerst." Nur drei Schmöllner selbst werden aufatmen. Denn mit dem Verbot des Schwerlastverkehrs, der den Verschleiß der Straße beschleunigt, ist in ihr Dorf wieder mehr Ruhe eingezogen.

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