Jetzt auch in der Uckermark:

Streik bei Busfahrern angekündigt

Im Nahverkehr soll es ab dem frühen Mittwochmorgen zu Arbeitsniederlegungen in der Uckermark kommen. Besonders der Schülerverkehr könnte betroffen sein.

Schon am Dienstag wurden mehrere Betriebe in Brandenburg bestreikt.
Ralf Hirschberger Schon am Dienstag wurden mehrere Betriebe in Brandenburg bestreikt.

Kurzfristig und unverantwortlich: So sieht Lars Boehme, Geschäftsführer der Uckermärkischen Verkehrsgesellschaft mbH (UVG) den Warnstreik der Gewerkschaft verdi. Wie er am Dienstagabend noch mitteilte, sollen ab dem Dienstbeginn bis 15 Uhr am Mittwoch, dem 25. Februar mehrere Nahverkehrsbetriebe in Brandenburg bestreikt werden. Darunter auch die UVG.

"Es kann nicht sein, dass Erstklässler ahnungslos an der Straße stehen und frierend auf den bestreikten Schulbus (oder noch schlimmer: irgendwo außerhalb auf den Anschlussbus) warten, während die Eltern ihr Kind in Sicherheit wähnen", schrieb Boehme in seiner Mitteilung am Dienstagabend. "Wir erwarten von ver.di, dass solche Aktionen mindestens am Nachmittag des Vortages pauschal angekündigt werden [...]", schrieb der UVG-Geschäftsführer weiter. Das ist laut Boehme aber nicht passiert.

Mehrere Betriebe am Mittwoch betroffen

Verdi zufolge blieben die Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft und dem Kommunalen Arbeitgeberverband Brandenburg (KAV) am 20 Februar ergebnislos. Die Gewerkschaft fordert bei einer Laufzeit von zwölf Monaten alle Entgelte im Brandenburger Nahverkehr um 120 Euro Brutto zu erhöhen. Das hält Verhandlungsführer Marco Pavlik für angemessen: "Viele Bus- und Straßenbahnfahrer verdienen lediglich 1808 Euro Brutto plus Zuschläge für Wochenend- und Feiertagsdienste."

Nun will verdi weiter Druck auf die Arbeitgeber ausüben. "So werden am 25.02.2015 die Stadtverkehrsgesellschaft Frankfurt (Oder), die Busverkehrsgesellschaft Oder-Spree, die Betriebsteile Müncheberg und Seelow von der Busverkehrsgesellschaft Märkisch-Oderland und die Uckermärkische Verkehrsgesellschaft von Dienstbeginn bis 15.00 Uhr zu einem Warnstreik aufgerufen", war am Dienstagabend auf der Internetseite der Gewerkschaft für Berlin-Brandenburg zu lesen.

Schon am Dienstag kam es in Verkehrsbetrieben in Potsdam und den Landkreisen Potsdam-Mittelmark, Barnim, Märkisch-Oderland und Oder-Spree zum Warnstreik. Auch dort führte die späte Ankündigung dazu, dass der Schülerverkehr betroffen war.

 

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Kommentare (2)

ich finde es eine Sauerei heute war in Eberswalde alles lam gelegt kein Bus fuhr ich muste den ganzen weg vom Banhof bis nach Finofurt zum BBZ laufen ich war eine fast eine halbe Stunde zufuss unterwegs einfach nur eine sauerei nich mal ein Notfallfahrplan haten sie damit Schüler und Werktätige pünktlich zur Arbeit kommen können alle musten laufen soga die Alten Menschen und nun auch noch in Prenzlau ? alles auf den Rücken der Fahrgäste

einerseits versteht man den drang nach streik, andererseits trifft es doch immer diejenigen die damit überhaupt nix zu tun haben. egal ob bus, bahn oder flug. für mich ist das ein eingriff in die öffentliche sicherheit und ordnung und sollte strengstens bestraft werden wie als wenn jemand sich an den schienen ankettet ect. es gibt eben berufsgruppen für die das streikrecht in dieser weise nicht rechtskräftig ist, wenn unbeteiligte dritte geschädigt oder betroffen sind.