Stadt fühlt sich übergangen:

Streit um Unterbringung der Asylbewerber

Selbst der Prenzlauer Bürgermeister hatte offenbar offiziell keine Kenntnis davon, dass der Landkreis unbegleitete Flüchtlinge in der Schwedter Straße und in Dedelow einquartieren will. Die Verwaltung reagiert dementsprechend ungehalten.

Einheimische Firmen sind derzeit mit dem Umbau der oberen Etagen in der Schwedter Straße 30 beschäftigt.
Claudia Marsal Einheimische Firmen sind derzeit mit dem Umbau der oberen Etagen in der Schwedter Straße 30 beschäftigt.

Der Uckermark Kurier hat am Mittwoch vermeldet, dass der Landkreis minderjährige Flüchtlinge in einem Haus in Prenzlau und in einer WG in Dedelow unterbringen will. Zu diesem Zweck ist von der kreiseigenen UEG ein Objekt erworben worden. Der Umbau läuft. Das hat nicht nur bei Nachbarn und Mietern des Hauses, sondern auch im Prenzlauer Rathaus für Irritationen gesorgt. Dezernent Dr. Andreas Heinrich machte sich Luft über die „desaströse Informationspolitik des Landrates beziehungsweise der UEG.“ Seiner Meinung nach wäre auf der Bürgerversammlung im Januar Gelegenheit gewesen, die Öffentlichkeit über die Pläne in der Schwedter Straße zu informieren. Doch das sei nicht geschehen. Ebenso wenig habe man Kenntnis gehabt von den Plänen, die restlichen jungen Männer in Dedelow einzuquartieren.

Nach Rücksprache vor Ort versicherte Heinrich, dass die Schaffung der Dedelower Wohngruppe noch nicht sicher sei. Es habe beim kommunalen Vermieter zunächst eine Anfrage nach Vermietung einzelner Wohnungen gegeben. Das sei, so Heinrich, verständlicherweise abgelehnt worden. Dann bestand Interesse an drei nebeneinander liegenden Wohnungen für acht junge Asylbewerber zuzüglich Betreuern. "Da dafür umfangreiche Umbauarbeiten erforderlich sind, wurden die Kosten kalkuliert und ein entsprechendes Vermietungsangebot an die IG Frauen geschickt. Das wird wohl noch geprüft, zumindest gibt es bislang keine vertragliche Vereinbarung.“

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