Städte arbeiten an Zirkusverboten:

Streit um wilde Tiere in der Zirkusmanege

Immer mehr Städte arbeiten daran, Zirkusgastspiele zu untersagen, wenn dort Elefanten, Giraffen und Co. auftreten. Ihnen soll so ein trostloses Dasein erspart werden. Die Reaktionen darauf sind in der Uckermark zwiespältig.

Die Tigernummer ist das Zugpferd im Zirkus Probst, der schon wiederholt in Prenzlau gastiert hat.
Claudia Marsal Die Tigernummer ist das Zugpferd im Zirkus Probst, der schon wiederholt in Prenzlau gastiert hat.

Für Mike Rasch gibt es nichts Schöneres als einen Zirkusbesuch. Als Zirkus Probst mit seiner berühmten Tigernummer in Prenzlau zu erleben war, saß der 33-Jährige in der Loge. Diese Dressur war der Höhepunkt für ihn. Doch  die Öffentlichkeit ist geteilter Meinung. Einige Städte sind dazu übergegangen, Zirkussen den Auftritt zu verwehren, wenn sie Wildtiere im Programm zeigen – in Prenzlau noch nicht.

Uckermark Kurier befragte Leser dazu. Jana Bohl würde sofort
ein Verbot befürworten: „Wildtiere gehören in die freie Natur."  Silvana Baumann aber: „Schwierige Frage. Dann müssten die Städte ja auch Zoos und Ähnliches verbieten...“ Jörg Gernoth positioniert sich klar: „Man sollte doch lieber in Projekte investieren, die diese Tiere schützen, anstatt sie wie Clowns durch die Manegen zu hetzen. Ich bin gegen solche Tierquälerei.“ Benjamin Acksel denkt, das Prenzlau mit einem Verbot ein Zeichen gegen Tierquälerei setzen würde. Thomas Leh spitzt es bewusst zu: „Wenn keine Wildtiere mehr im Zirkus sind, wer geht dann noch hin? Diese Tiere sind in der Gefangenschaft geboren und kämen in der freien Natur nicht mehr zurecht.“

Was meinen Sie, liebe Leser: Sollte Prenzlau ein Verbot erwägen?

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung