20-KV-Leitung beschädigt:

Stromausfall legte Prenzlauer Innenstadt lahm

Am Mittwoch war in Prenzlau in einem Umkreis von rund 500 Meter plötzlich der "Saft" weg. 2000 Haushalte waren davon betroffen. Was war passiert?

An der Heinrich-Heine-Straße 33: Obwohl diese Stelle nicht für den Stromausfall verantwortlich sein soll, wurde der Schaden daran sofort von den Elektrikern repariert.
Lutz Reuter An der Heinrich-Heine-Straße 33: Obwohl diese Stelle nicht für den Stromausfall verantwortlich sein soll, wurde der Schaden daran sofort von den Elektrikern repariert.

Bruch an Isolierung behoben

17. 43 Uhr: Am Nachmittag haben die Elektriker die genaue Fehlerstelle an der Leitung zwischen zwei Trafostationen am Marktberg schließlich lokalisiert. Sie war nur wenige Schritte von der Stelle entfernt, die anfangs im Verdacht stand, den Stromausfall ausgelöst zu haben. Gegen 17 Uhr war der Bruch an der Isolierung behoben. Danach hatten die Arbeiter noch einige Zeit zu tun, um die Spuren ihrer Suche zu beseitigen.

Fehlerstelle noch nicht gefunden

14.20 Uhr: Die Mitarbeiter der Anklamer Firma Elektro Peter konnten die genau Fehlerstelle noch nicht ausmachen. Die erste Überprüfung der Leitung zwischen den zwei Trafostationen am Marktberg brachte eine Beschädigung der Leitung an der Heinrich Heine Straße 33 zu Tage. Diese war aber nicht verantwortlich für den Stromausfall. Nun geht die Suche weiter, bis die richtige Fehlerstelle gefunden wird.

Arbeiten in der Heinrich-Heine-Straße beginnen

13.25 Uhr: Das Spezialmessgerät der Firma Elektro Peter aus Anklam ist in der Uckermark-Kreisstadt eingetroffen. In der Heinrich-Heine-Straße läuft die Suche nach der genauen Schadstelle an der 20-KV-Leitung, die Mittwochmorgen für den großflächigen Stromausfall sorgte, an.

Circa 2000 Haushalte waren betroffen

12.45 Uhr: Der angeforderte Messwagen ist noch nicht in der Kreisstadt eingetroffen. Die Stadtwerke Prenzlau erklären auf Nachfrage, umgehend mit den Arbeiten an der beschädigten KV-Leitung im Bereich des Marktberges zu beginnen, sobald die Schadstelle präzise lokalisiert ist.

Von dem Stromausfall betroffen waren alle Stomkunden im Umkreis von circa 500 Metern um die Fehlerstelle herum. Es handelte sich dabei um circa 2000 Haushalte. Prenzlau war in den vergangenen Jahren vergleichsweise selten von solchen großen Störungen betroffen, betont Stadtwerke-Geschäftsführer Harald Jahnke: "Dieses ist der Fall, weil wir sehr konsequent Altanlagen ausgetauscht und umfangreich investiert haben."

20-KV-Leitung im Bereich des Marktberges betroffen

9.40 Uhr: Die Schadstelle ist eingegrenzt, kann Stadtwerke-Geschäftsführer Harald Jahn vermelden. Sie befindet sich zwischen den beiden Trafostationen Marktberg 1 und Marktberg 2. Die Stadtwerke haben bereits einen speziellen Messwagen angefordert, mit dessen Hilfe genau jene Stelle lokalisiert werden kann, an der die 20-KV-Leitung beschädigt ist. 

Mittlerweile gehen die Spezialisten davon aus, dass es sich um einen Erdschluss handelt. Dass heißt, dass die Leitung aufgrund einer beschädigten Isolierung Kontakt mit dem Erdreich haben muss.

Betroffene Kreisstädter wieder versorgt

9.00 Uhr: Ein Großteil der Kreisstädter, die vom Stromausfall betroffen waren, sind wieder mit Strom versorgt. Die Stadtwerke-Mitarbeiter des Bereitschaftsdienstes können nach Prüfung die einzelnen Trafostationen wieder in Betrieb nehmen. Zugleich suchen sie weiter nach der Ursache des Ausfalls.

Großflächiger Stromausfall in Prenzlau

8.30 Uhr: Lampen, Computerbildschirme, Kühlschränke, Ampelanlagen, Festnetztelefone - sie alle gaben Mittwochmorgen keinen Mucks von sich. Viele Kreisstädter suchten zunächst in den eigenen Sicherungskästen nach der Ursache, doch diese ist in einer Havarie im Leitungsnetz begründet, konnte der Uckermark Kurier auf Nachfrage von Frank Arndt, in den Stadtwerken Prenzlau für Öffentlichkeit zuständig, erfahren. Im engen Kontakt mit der Leitstelle in Bentwitsch bei Rostock sind die Spezialisten der Stadtwerke dabei, den Fehler einzugrenzen. Bei circa hundert Trafostationen im Stadtgebiet kein leichtes Unterfangen. "Wir sind bemüht, so schnell wie möglich die Kunden wieder ans Stromnetz zu schalten", versicherte Frank Arndt. Ist die Havariestelle gefunden, muss die Leitung dort lokal begrenzt spannungsfrei gehalten werden, um daran arbeiten zu können. "Die Ursache solcher einer Havarie kann Wochen oder Monate zurück liegen. Vielleicht ein Kabel, das bei Bauarbeiten angerissen wurde und erst jetzt, beispielsweise durch das Eindringen von Wasser an der Schadstelle, den Kurzschluss verursachte", so Arndt.

Der Uckermark Kurier wird seine Leserinnen und Leser Online auf dem Laufenden halten.

Die Stadtwerke sind für mögliche Nachfragen unter Telefon 03984 853-0 beziehungsweise 03984 853222 zu erreichen.