Nach Panzerfaust-Fund:

Taucher suchen im Unteruckersee nach Munition

Zwei Wochen ist es her, dass ein Junge einen Sprengkörper aus dem See gezogen hat. Nun machen sich Spezialisten daran, weiteren Sprengstoff aufzuspüren. Die Suche wird allerdings einige Tage in Anspruch nehmen.

Mit diesem Boot ist das Bergungsteam ab Dienstag.
Andrea Dittmar Mit diesem Boot ist das Bergungsteam ab Dienstag.

Am Dienstagmittag haben Munitionstaucher begonnen, den Unteruckersee in Prenzlau nach weiterem Gefahrgut abzusuchen. Nach dem Fund einer russischen Panzerfaust Anfang Juni, hatte der Brandenburger Kampfmittelbeseitungsdienst (KMBD) die Bergungstaucher angefordert. Zehn Tage werden die Taucher nun in dem Gewässer nach Sprengkörpern suchen. Am Dienstag begannen sie damit, das Gebiet von etwa 50 mal 75 Metern, zwischen dem Bootsanlegesteg und dem Angelsteg, mit Stangen zu markieren. Mit einem Metalldetektor wird ein Bergungstaucher den Grund absuchen.

Junge hat "noch ein Teil" gesehen

"Wenn wir weitere Munition finden, wird zuerst vor Ort entschieden, ob sie transportfähig ist", erklärte Feuerwerker Jens Simon vom Kampfmittelbeseitigungsdienst (KMBD) Brandenburg. Die Sprengkörper werden dann entweder vor Ort zerstört oder mit Spezialtransportern in ein Munitionszwischenlager gebracht. Bisher vermutet der KMBD, dass noch Sprengstoff im Wasser liegt. "Der Junge, der vor zwei Wochen die Panzerfaust fand, hat ausgesagt, dass dort noch ein Teil liege", so Simon. Das russische Fabrikat war nach dem Fund vor zwei Wochen abtransportiert worden.

Die inoffizielle Badestelle und der Wasserzugang am Kinderspielplatz gegenüber dem Seepark bleiben gesperrt, solange die Taucher dort arbeiten. Das abgesuchte Gebiet wird nach dem Einsatz komplett eisenfrei sein. Das heißt, auch alte Nägel kommen zurück an Land. "Der Schrott, den die Taucher dort finden, wird erst einmal am Ufer gelagert und dann weggeschafft", sagte Dr. Andreas Heinrich, Zweiter Beigeordneter der Stadt.

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