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Technikwunder für den Ernstfall angeschafft

In den letzten Jahren haben auch hierzulande sogenannte Defibrillatoren ihren Siegeszug angetreten. In Einkaufszentren, Kulturhallen und öffentlichen ...

Gerd-Werner Kollmorgen, Objektleiter im Uckerstadion, ist froh, die lebensrettende Technik da zu haben.

In den letzten Jahren haben auch hierzulande sogenannte Defibrillatoren ihren Siegeszug angetreten. In Einkaufszentren, Kulturhallen und öffentlichen Einrichtungen wurden die kleinen Maschinen installiert, die im Ernstfall Leben retten sollen. Über drei davon verfügt man jetzt auch in Prenzlau. Die für die laienhafte Anwendung entwickelten Geräte befinden sich im Feuerwehrdepot, in der Uckerseehalle (zurzeit im LAGA-Infopunkt) und seit gestern nun auch im Uckerstadion. Dort haben in den letzten Jahrzehnten zwei Menschen einen Herztod erlitten. Ob ein Defibrillator sie hätte retten können, vermag mit Sicherheit niemand zu sagen. „Aber man stellt sich natürlich immer die Frage, was wäre gewesen, wenn…“, sagte Bürgermeister Hendrik Sommer gestern bei der Übergabe des „Samaritan Pad“. „Dieser Ersthelfer-Defibrillator leitet den Anwender durch klare und verständliche Sprachansagen durch eine Lebensrettung“, erläuterte Gerd-Werner Kollmorgen, Objektleiter im Uckerstadion, der Presse die leichte Handhabung. Es müsse niemand Angst haben, etwas Falsches zu tun. Sensoren messen beim Patienten, ob noch eigene Impulse vorliegen, in diesem Fall beginnt die elektrische Impulsgebung erst gar nicht.
Die 1500 Euro teure Anschaffung war durch Spenden des Rotary Club Prenzlau und des Instituts für Talententwicklung GmbH (IfT), möglich geworden. Gerhard Sy, Präsident der Rotarier, stellte heraus, dass es sich bei dem Geld um die Einnahmen des Weihnachtsmarktstandes handele und dass der Zweck natürlich mit dem originären Ziel der Rotarier, nämlich zu helfen, bestens korrespondiere. Dr. Roderich Stintzing, Geschäftsführer des IfT, pflichtete ihm da bei.