Finanzspritze vom Bund:

THW Prenzlau bekommt ein neues Zuhause

Schlechte Zeiten für das Technische Hilfswerk: Vielerorts hausen die ehrenamtlichen Mitarbeiter in maroden Gebäuden – auch in Prenzlau. Doch ein Neubau soll bald fertig sein.

Der seit November 2009 zur Flotte des THW Prenzlau zählende Mehrzweck-LKW muss vor der Tür parken. Er passt nicht durch die Einfahrt in die THW-Garage.
Carsten Korfmacher Der seit November 2009 zur Flotte des THW Prenzlau zählende Mehrzweck-LKW muss vor der Tür parken. Er passt nicht durch die Einfahrt in die THW-Garage.

Die Liste der Mängel, die ehrenamtliche Mitarbeiter des Prenzlauer Technischen Hilfswerks (THW) zu beklagen haben, ist lang: Marodes Mauerwerk, zu kleine Ausbildungsräume, eine zu niedrige Garageneinfahrt, Lagerung von leicht entflammbaren Materialien in der Garage, Platzmangel und nicht einmal die Möglichkeit, das eigene Gelände abzuschließen. Doch jetzt ist Besserung in Sicht.

Denn der Haushaltsausschuss des Bundestages beschloss im November 2014 ein Sonderbauprogramm für das THW. Es sieht vor, die THW-Mittel für die Anmietung von Unterkünften und Funktionsbauten für 2015 um 4 Millionen Euro aufzustocken. Bis 2018 sollen zusätzliche 19 Millionen locker gemacht werden, um neu zu bauen oder die vielerorts maroden Gebäude zu sanieren.

Prenzlauer THW will bald in neues Gebäude ziehen

Auch die Helfer in Prenzlau dürfen jetzt hoffen: Sie sollen möglicherweise noch in diesem Jahr in ein neues Gebäude umziehen, dass sich auf dem Gelände der Güstower Straße befindet und einem ehemaligen Stahl- und Anlagenbauer gehörte. Das vorhandene Gebäude hinter dem Vorstadtbahnhof wird von einem privaten Investor saniert und umgebaut. Hauptmieter wird dann die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, die das Gelände an das THW weitervermietet.