Nach Fund einer Granate:

Tödliche Gefahr durch Sprengung gebannt

Im Erdreich lauert der Tod, dessen Saat vor über 70 Jahren gelegt wurde. Ordnungs- und Sicherheitskräfte mussten schon zum dritten Mal in diesem Jahr Menschen in Sicherheit bringen. Eine Evakuierung war nicht nötig.

André Vogel (rechts) zeigte den Kameraden der Feuerwehr, was von der Granate übrig blieb.
Monika Strehlow André Vogel (rechts) zeigte den Kameraden der Feuerwehr, was von der Granate übrig blieb.

Es war nur eine Granate, die beim Bau an der Erdgasleitung bei Rollberg, zwischen Eickstedt und Wallmow, gefunden wurde. Doch ihre Sprengkraft barg genauso tödliche Gefahren in sich wie die anderen Tonnen von Munition und Waffen, die bisher im Amtsbereich Gramzow gefunden wurden. „Es ist eine Acht-Zentimeter-Granate, die eigentlich nicht vor Ort gesprengt werden müsste. Doch der Zünder ist so beschädigt, dass uns keine Wahl bleibt“, erklärte André Vogel, der uckermärkische Truppführer des Kampfmittelbeseitigungsdienstes.

Der aktuelle Fund musste auf jeden Fall beseitigt werden. Die Bewohner des ehemaligen Gutes Rollberg waren im Vorfeld durch Patrick Fechner vom Ordnungsamt Gramzow informiert worden. Nun musste er vor der Sprengung sichern, dass sich im Radius von 300 Metern rund um den Fundort niemand mehr aufhielt.

Zum Glück traf es diesmal nicht so viele Einwohner. Allerdings mussten die Feriengäste aus Berlin und Potsdam umdisponieren. Sie nutzten mit den Kindern den Vormittag für einen Prenzlau-Besuch, erzählte Monika Wentzlaff. Mit Unterstützung der Feuerwehrkameraden und zweier Revierpolizisten prüften Ordnungsamtsleiterin Antje Lemmer und Patrick Fechner, dass sich niemand mehr im Sperrkreis befand. Um 10.40 Uhr erklang das erste Warnsignal, bevor André Vogel die Sprengpackung zündete. Von der Granate blieb eine Handvoll Metallsplitter, die keinen Schaden mehr anrichten konnte.

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