Besorgte Mutter verlangt Aufklärung:

Tretboot-Verleih soll Nachspiel haben

Rund um den Uckersee mehrt sich das Angebot, Wassersport zu betreiben. Eine Mutter aus Prenzlau sieht das mit Sorge. Ihr neunjähriger Sohn war nämlich ohne ihr Wissen mit dem Tretboot unterwegs gewesen.

Yvonne Mülling fordert Aufklärung und hat ihrem Sohn ab sofort das Tretbootfahren verboten.
Claudia Marsal Yvonne Mülling fordert Aufklärung und hat ihrem Sohn ab sofort das Tretbootfahren verboten.

Yvonne Mülling fiel dieser Tage aus allen Wolken, als ihr Sohn Tyler von seinem tollen Tag am Uckersee berichtete. Der Neunjährige schwärmte besonders von der Tour mit einem Tretboot, an dem sogar eine Rutsche befestigt war. Der Älteste der jungen Frau kam zwar unbeschadet zurück. "Aber ich frage mich, wie man Kindern so etwas ausleihen kann", beklagte sie. "Der Verleiher bekommt doch gar nicht mit, wenn sie weit entfernt vom Ufer in Not geraten", gab die Prenzlauerin zu bedenken. In diesem Fall seien zwar noch drei weitere Kumpel im Alter von zehn bis 13 Jahren dabei gewesen. "Aber auch denen kann man doch nicht die Verantwortung für einen Neunjährigen aufladen", ist sie überzeugt.

Am Tretbootverleih hieß es, dass man sich streng an die Gesetzlichkeiten halte. Die entsprechende Verordnung sehe vor, dass Tretboote ab einem Alter von 12 Jahren entliehen werden können. Mitfahrende Kinder bis 12 Jahre, so die Auskunft, bekämen generell eine Schwimmweste. Außerdem stehe an allen Wasserfahrzeugen die Nummer des Bootsverleihs dran, über die im Notfall Hilfe geholt werden könne. Ein Motorboot kann man erst ab 16 Jahren entleihen. Und jeder, der etwas leihe, werde auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen hingewiesen, die vor Fahrtantritt akzeptiert werden müssen.

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