Nächtlicher Feuerwehreinsatz:

Trügerischer Kerzenschein

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen zu später Stunde noch wach bei Flackerlicht. Und auf einmal klingeln Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst an der Tür.

In einem dieser Fenster hatte eine Anwohnerin nachts Feuer gesehen und die Polizei gerufen.
Claudia Marsal In einem dieser Fenster hatte eine Anwohnerin nachts Feuer gesehen und die Polizei gerufen.

Sirenengeheul riss in der Nacht zu Freitag die Bewohner der Straße des Friedens aus dem Schlaf. Gegen halb zwei waren die Häuserreihen plötzlich in gespenstisches Blaulicht getaucht. Mitten drin Polizisten, die aufgeregt nach Anzeichen für einen Wohnungsbrand suchten. Um 1.21 Uhr hatte die Leitstelle nämlich den Notruf einer Frau entgegengenommen, die meinte, im Haus gegenüber Feuer gesehen zu haben. Ihr war so, als ob es hinter einer Fensterscheibe wild flackerte.

Die Beamten klingelten daraufhin zu später Stunde einen Mann heraus. Mit ihm wach waren zu diesem Zeitpunkt schon viele andere Familien - aufgeschreckt durch den großangelegten Rettungseinsatz. Wie bei Wohnungsbrandmeldungen üblich, waren neben der Polizei auch Feuerwehrleute und eine Rettungswagenbesatzung ausgerückt.

Doch es gab nichts zu retten. Das vermeintliche Opfer war quietschfidel und vermutlich ziemlich erschrocken über den Wirrwarr, den seine Kerzenstunde heraufbeschworen hatte. Doch mehr als einen Schreck darüber dürfte er nicht zurückbehalten haben. Wie Stadtbrandmeister Sven Wolff dem Uckermark Kurier auf Nachfrage sagte, hat er keine Kosten zu befürchten. Denn er hatte schließlich nichts falsch gemacht.

Dasselbe gilt für die Anruferin, auf deren Geheiß hin der Einsatz ausgelöst worden war. Auch sie hatte schließlich in gutem Glauben gehandelt. „Lieber einmal mehr ausrücken, als dass wir einmal zu spät kommen“, sagte Wolff pragmatisch. Und schließlich waren die ausgerückten Feuerwehrleute ja auch schnell wieder im Bett. Die Polizei hatte die Lage vor Ort nämlich schon geklärt, als sie eintrafen. Außer Spesen nix gewesen...

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