Finale in Prenzlau:

Tschüss LAGA, es war so schön mit Dir!

Nach 177 Tagen hat die Landesgartenschau ihre Pforten geschlossen. Schon jetzt steht fest, dass mehr bleiben wird, als die Erinnerung an einen wundervoll blumigen Sommer.

Fine und Nemo nehmen Abschied vom Landesgartenschaugelände.
Birgit Bruck Fine und Nemo nehmen Abschied vom Landesgartenschaugelände.

Rund 470 000 Besucher erlebte die Landesgartenschau in Prenzlau bis zu ihrem Finale am 6. Oktober. Viele nutzten am Sonntag die buchstäblich letzte Chance, um noch einmal persönlich Abschied von liebgewonnenen Ecken zu nehmen oder bei der Abschlussveranstaltung auf der Freilichtbühne einen stimmungsvollen und emotionalen Rückblick auf die vergangenen sechs Monate zu genießen. Wie die Prenzlauerin Alexandra Bergmann, die, ausgerüstet mit einer Dauerkarte, mit ihren Jungs Felix und Max ganz oft zwischen Uckersee und Stadtpark unterwegs war. Oder wie Simon, Heike und André aus Berlin, die es am letzten Tag endlich in die Uckermark geschafft hatten. Oder Werner Diers, der allererste LAGA-Gast, der von den 176 Öffnungstagen ganze zwei verpasste und, wie er sagt, nach einer Hüftoperation auf der Gartenschau wieder laufen gelernt hat. Auch Udo Stimm im knallgrünen LAGA-Shirt, einer von 23 Gästeführern, drehte seine letzten Runden übers Gelände. „Ich habe 82 Gruppen geführt“, rechnet er aus. Bis zu zweieinhalb Stunden konnten die schon einmal dauern.

Beim Finale waren der Superstar Leo Rojas mit seiner Panflöte und der Schlagersänger Bernhard Brink zu erleben.

In den nächsten Tagen wird auf- und umgeräumt, werden Akten geordnet und Zäune abgebaut. Spätestens bis zum 15. November sollen die gesperrten Straßen wieder offen sein. Der geplante Umbau der Blumenhalle steht bevor. Was bleibt? Ganz sicher unzählige Fleckchen, die jetzt Lieblingsorte sind. Eine Freilichtbühne, die endlich zum attraktiven Veranstaltungsort wurde. Und ein Bild von einer lebendigen und bunten Kreisstadt, das selbst für viele Prenzlauer neu ist.