Positiver Befund:

Tuberkulose-Verdacht erhärtet sich

Bei einem Asylbewerber in Prenzlau wurde die Infektionskrankheit nun doch nachgewiesen. Die Amtsärztin sieht jedoch weiterhin keine Ansteckungsgefahr.

Ein Mann wurde mit dem Verdacht auf Lungentuberkulose vom Asylbewerberheim ins Krankenhaus gebracht.
Carsten Korfmacher Ein Mann wurde mit dem Verdacht auf Lungentuberkulose vom Asylbewerberheim ins Krankenhaus gebracht.

Der 34-jährige Patient aus Kenia, der am 10. Oktober unter dem Verdacht auf eine Lungentuberkulose zur Abklärung ins Krankenhaus gebracht worden ist, bleibt vorerst weiterhin in stationärer Behandlung. Nachdem die Untersuchungen des Auswurfs am Anfang der Woche negative Befunde ergeben hatten, wurden nun aufwendigere molekularbiologische Untersuchungen eingeleitet. Diese Untersuchungen ergaben einen positiven Befund. Dies teilte die Leiterin des Kreisgesundheitsamtes, Dr. Michaela Hofmann, am Donnerstag mit.

Die Amtsärztin wies ausdrücklich darauf hin, dass trotz des Ergebnisses ein Übertragungsrisiko durch normale Sozialkontakte höchst unwahrscheinlich ist. "Der nun vorliegende Befund zeigt lediglich, dass wahrscheinlich eine zu behandelnde Tuberkuloseerkrankung vorliegt, nicht aber, dass diese auch ansteckend ist. Die ersten Untersuchungen mit negativem Testergebnissen weisen eindeutig auf eine niedrige Infektiösität hin. Denn ausschlaggebend für die Ansteckungswahrscheinlichkeit ist, ob Tuberkuloseerreger im Auswurf mikroskopisch nachweisbar sind. Und das war nicht der Fall", erklärte sie

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