Selbstschutz:

Uckermärker greifen zu Messern

In Sachen Selbstverteidigung ist ein Trend in der Region zu beobachten: Kunden verlangen vermehrt kleinere Waffen.

Statt auf Pfefferspray setzen manche Uckermärker lieber auf Messer wie dieses Taschenmesser.
Daniel Karmann/Symbolfoto Statt auf Pfefferspray setzen manche Uckermärker lieber auf Messer wie dieses Taschenmesser.

Pfefferspray ist ein beliebtes Mittel, um Angreifer abzuwehren. Doch während anderenorts ein Ansturm auf die kleinen Flaschen registriert wird, entpuppen sie sich in der Uckermark als Ladenhüter in den Apotheken. Das bestätigten sowohl Dagmar Wagner, Chefin der Prenzlauer Park-Apotheke, als auch die Mitarbeiter der Delphin City-Apotheke. Pharmazeutin Ursula Kampke aus der Neuen Apotheke Templin hat Pfefferspray bereits seit Jahren nicht mehr im Sortiment.

Die Uckermärker rüsten zur Selbstverteidigung anscheinend eher mit kleinen Waffen auf. Das zumindest hat Karsten Weber beoachtet, der in Prenzlau einen Angelladen führt. Dort hatte er einige Nachfragen nach Pfefferspray, doch vermehrt würden die Kunden Messer verlangen. "Dafür muss man allerdings 18 Jahre alt sein", betonte der Ladenbesitzer.

Weil das Gas starke Augenreizungen, Atemnot und stark juckende Haut verursacht, kann der Einsatz laut Polizei als Körperverletzung gewertet werden. "Wenn ich angegriffen werde und das Pfefferspray einsetze, dann zählt es als Notwehr", erklärte Michael Szczepaniak, Sachbearbeiter in der Waffenbehörde der Brandenburger Landespolizei.

Weiterführende Links

Nordkurier digital jetzt mit Gratis Huawei MediaPad T1 10.0