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Vandalen verschandeln den Giebel

Als eine Prenzlauerin zur Arbeit gehen wollte, entdeckte sie an ihrem Haus überdimensionale Schmierereien. und das, nachdem die Familie in 24 Jahren so viel in dieses Haus investierte.

Wütend und verzweifelt begann Mike Wille-Wizorek mit einem Kärcher, die weiße Farbe vom Giebel zu entfernen.
Monika Strehlow Wütend und verzweifelt begann Mike Wille-Wizorek mit einem Kärcher, die weiße Farbe vom Giebel zu entfernen.

Bisher war das terrakottafarbene Haus in der Prenzlauer Neustadt 27 ein Hingucker. Das Stadtviertel war zur Landesgartenschau 2013 einschließlich eines Zugangs zum Uckersee modernisiert worden. Nun hat sich in der Nacht ein Schmierfink an dem einzeln stehenden Haus vergriffen – zum Entsetzen der Familie, die es ausgebaut hat.

"Das ist für uns ein Schock", schildert Silke Wizorek noch mit zitternder Stimme. Sie versteht nicht, wie man das Werk anderer so missachten kann. Seit 24 Jahren wohnen sie in dem Haus, in das sie so viel Kraft und Liebe stecken. Noch ist nicht klar, ob sich die Farbe mit einem Kärcher entfernen lässt oder der Giebel neu gestrichen werden muss. Damit kommen neue Kosten auf die Familie zu. Dieser ist es wichtig, dass der Schmierfink zur Verantwortung gezogen wird. Vermutlich wird sie den Schaden kaum ersetzt bekommen. Doch sollte der Täter wenigstens mit Sozialstunden für seinen Frevel büßen.