Nach brachialem Polizeieinsatz:

Verdächtigter Täter wieder frei

Polizisten sprengten in Prenzlau eine Wohnungstür auf und verhafteten den Mieter. Nun läuft der als Brandstifter Verdächtigte wieder durch sein Wohngebiet.

Beim Aufsprengen der Tür wurde ein Teil des Rahmens herausgerissen.
Thomas Walther Beim Aufsprengen der Tür wurde ein Teil des Rahmens herausgerissen.

Der Mieter, der Donnerstagmorgen in Prenzlau mit Polizeigewalt aus seiner Wohnung geholt wurde, ist wieder frei.

Bei vielen Anwohnern blieben vor allem Fragen wegen der Heftigkeit des Einsatzes. Nach Schilderungen von Mietern aus dem Haus waren zwei der drei Beamten einer Spezialeinheit sogar mit schusssicheren Westen und Maschinenpistolen angerückt. Die Wohnungstür wurde aufgesprengt. Dabei rissen Teile des Türrahmens aus der Mauerverankerung. „Der Mann war im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin zur Beweissicherung abgeholt worden“, erklärte Polizeisprecher Gerald Pillkuhn. Es sollte seine Identität festgestellt und mögliche Beweise in der Wohnung gesichert werden.

Wie Uckermark Kurier inzwischen in Erfahrung bringen konnte, wird dem Mann eine versuchte Brandstiftung vorgeworfen. „Der Beschuldigte soll zusammen mit zwei weiteren Männern im vergangenen Jahr versucht haben, ein Privat-Haus in Berlin in Brand zu stecken“, erklärte Martin Steltner von der Staatsanwaltschaft in Berlin, wo das Verfahren geführt wird.