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Vergessener Zusammenhang zwischen Textil, Text, Bild

Heute um19 Uhr lädt der aus der Prenzlauer Partnerstadt Uster (Schweiz) kommende Peter Schulthess Hürlimann (Textilkaufmann, Künstler und Kurator) zum ...

Die indische Kultur lebt zu einem großen Tel von der Kraft der Symbolik.

Heute um19 Uhr lädt der aus der Prenzlauer Partnerstadt Uster (Schweiz) kommende Peter Schulthess Hürlimann (Textilkaufmann, Künstler und Kurator) zum Einführungsvortrag zu seiner für die Ausstellungsreihe „Vom Orient zum Okzident“ konzipierten Ausstellung „Oh! Kalkutta – Tantra, Fadengeist und Lebensgewebe“ in den Kleinkunstsaal des Dominikanerklosters Prenzlau ein. Der Eintritt ist frei.
Es gibt in Indien die Philosophie des Fadengeistes „Sutratman“. „Brahma“ wird als Knotenschnur gesehen und „Tantra“ kann als Faden, Webstuhl, Gewebe übersetzt werden. In seiner reich bebilderten Ausstellung führt Peter Schulthess Hürlimann durch diese Lehre, das damit verbundene Symbolsystem und durch die indische Kultur und Landschaft. Er zeigt den vergessenen Zusammenhang zwischen Textil, Text und Bild auf und spannt Brücken zwischen der indischen und der europäischen Kultur.
In der Ausstellung ist der Faden als „Roter Faden“ zu verstehen. Man kann diesem aber nicht einfach nachgehen, sondern muss den Faden selber spinnen und die Verbindungen selber knüpfen, also den Stoff auf dem Webstuhl des Tantra mit seinem eigenen Faden weben.
Der Faden ist das Wort und das Bild, der gewirkte Text, die Geschichte der Ausstellung. Knoten machen zu können und Fäden zu zerschneiden, Fäden zu spinnen und damit ganze Gewebe herzustellen sind großartige Kulturleistungen. Verbinden und wieder lösen: Eine alchemistische Weisheit steht am Anfang jedes Handwerks und jeder gesellschaftlichen Entwicklung.