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Vierbeinige Lieblinge sind ein teurer Spaß

Warum muss man Hundesteuer zahlen, wenn man stets die Hinterlassenschaften dem Tiere selbst entfernt? Diese Frage stellen sich viele Besitzer.

Die süße Anni kostet 60 Euro Steuer im Jahr.
Claudia Marsal Die süße Anni kostet 60 Euro Steuer im Jahr.

Rufus und Anni sind der Stolz von Carmen Trier. Aber auch ein teurer Spaß. Insgesamt 120 Euro hat die Prenzlauerin für ihre beiden Vierbeiner jährlich an die Stadt zu berappen. Ihr doppeltes Glück schmerzt seit dem 1. Januar 2013 besonders, denn da war die Hundesteuer von bislang 42 Euro für den ersten und zweiten Hund auf 60 Euro je Tier erhöht worden. Dabei müsse sie die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner selbst wegräumen und Hundetoiletten gebe es viel zu wenige, beklagt die Frau.

„Die Steuer ist keine Gegenleistung, beispielsweise für das Entfernen von Hundekot durch Gemeindearbeiter. Sie muss unabhängig davon gezahlt werden, ob eine solche Verunreinigung stattfindet. Sie dient der allgemeinen Erfüllung der öffentlichen Aufgaben. Neben dem Einnahmezweck verfolgt die Hundesteuer als kommunale Lenkungsabgabe den ordnungspolitischen Zweck, die Zahl der Hunde zu begrenzen“, argumentierte Rathaussprecherin Alexandra Martinot. Rechtsgrundlage sei die kommunale Hundesteuersatzung, die auf dem Kommunalabgabengesetz beruht. „Trotzdem bietet die Stadt Spender für Tüten in Hundetoiletten an, leider werden die Tüten oft missbräuchlich genutzt.“

Wie sind Ihre Erfahrungen mit den Zwei- und Vierbeinern?