Umfrage des Uckermark Kurier:

Vollverpflegung in Kitas?

Wird es ab 2016 für alle Kinder in den städtischen Einrichtungen Frühstück und Vesper geben? Stadt und Abgeordnete liebäugeln mit der Komplettvariante. Wir möchten nun von allen Eltern wissen, wie sie zu dem Thema stehen.

In Mecklenburg-Vorpommern ist eine Vollverpflegung in Kitas Pflicht. Prenzlau will einem möglichen Gesetz in Brandenburg zuvorkommen und diese ebenfalls anbieten.
Julian Stratenschulte In Mecklenburg-Vorpommern ist eine Vollverpflegung in Kitas Pflicht. Prenzlau will einem möglichen Gesetz in Brandenburg zuvorkommen und diese ebenfalls anbieten.

Im Sozial- sowie im Finanzausschuss gab es rege Diskussionen. Es geht darum, ob es ab dem 1. Januar 2016 eine Vollverpflegung in den Kindertagesstätten in Trägerschaft der Stadt Prenzlau geben soll. Dann würde zusätzlich zum Mittag auch Frühstück und Vesper angeboten.

Im Gesetz steht, dass die Stadt verpflichtet ist, eine Vollversorgung anzubieten. Allerdings streiten Experten bisher, ob das Gesetz damit nur das Mittag meint oder nicht. Prenzlau wollte Eigeninitiative zeigen und eine Vollverpflegung anbieten. Allerdings kommt da auf die Stadt ein erheblicher Spagat zu. Während die Verwaltung eine Vollversorgung anstrebt, haben sich Eltern mehrheitlich dagegen entschieden.

Entscheidung wohl im Mai

An der Umfrage der Stadt, hatten sich 59,2 Prozent aller Eltern beteiligt. Von denen wiederum lehnten 62,1  Prozent die Vollversorgung ab. Rund ein Drittel der Eltern sprach sich für Frühstück oder Vesper aus. Nur 14,7 Prozent wollten die volle Versorgung. Die Tendenz der Abgeordneten in beiden Ausschüssen ging allerdings deutlich zur Vollverpflegung der Kinder. Eine Entscheidung könnte dann die Stadtverordnetenversammlung am 7. Mai fällen.

An der Umfrage der Stadt konnten aber nur Eltern teilnehmen, deren Kinder bereits eine Kita besuchen. Nicht aber die Eltern, deren Kinder noch zu jung dafür sind. Wir möchten von allen Eltern wissen: Soll es in Kitas eine Vollverpflegung geben? An der Umfrage können Sie bis zum Sonntag, dem 24. April bis 12 Uhr teilnehmen. Hier geht es zur Umfrage.

 

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