Start in die Saison:

Vom Museum auf die Schienen

Ein Personenwagen der legendären Heidekrautbahn hat in Gramzow seinen letzten Heimatort gefunden. Jetzt wird er aus dem Dornröschenschlaf geweckt.

Kay Lehmann (links) und Milan Balzen vom Förderverein des Museums finden die Geschichte dieses Personenwaggons spannend.
Monika Strehlow Kay Lehmann (links) und Milan Balzen vom Förderverein des Museums finden die Geschichte dieses Personenwaggons spannend.

Am 25. April um 10 Uhr öffnet sich nach der Winterpause das Tor zum Gramzower Museum für Klein- und Privatbahnen. Besucher haben dann Gelegenheit, nicht nur Eisenbahn-Technik zu bestaunen, sondern auch mitzufahren. Denn am Sonnabend und Sonntag fährt der Museumszug mit einer Kleindiesellok V 22 an der Spitze ab 10.30 Uhr vier mal täglich bis Damme, wo ein Arbeitswagen SKL 25 LK Mitreisende bis zum Streckenende in Richtung Löcknitz bringt. 

Darüber hinaus kündigt Museumsleiter Dieter Engel im Güterboden eine neue Ausstellung an. Die Leihgabe aus dem Henningsdorfer Stadtarchiv stellt in über 20 Tafeln die „Osthavelländische Kreisbahn“ vor. Und noch etwas Neues gilt es zu entdecken: einen Personenwagen der legendären Heidekrautbahn, der zu neuem Leben erweckt werden soll.

Waggon mit bewegter Geschichte

1923 wurde er von der Sächsischen Waggon-Fabrik Werdau für die Niederbarnimer Eisenbahn AG gebaut, die heute wieder über zehn Regionalbahnlinien im Norden Berlins bedient. Jahrzehnte fuhr der Wagen 3. Klasse mit 60 Sitzplätzen von Berlin nach Groß Schönebeck. 1994 hatte ihn das Eisenbahnmuseum von der PCK AG Schwedt erworben. Jetzt ist die Zeit reif für eine Restaurierung. „Als wir das kaputte Dach abnahmen, sahen wir den enormen Sanierungsbedarf“, erzählt Dieter Engel. In naher Zukunft könnte dieser Wagen den Museumszug komplettieren. Denn der Ansturm besonders zu den Sonderfahrten ist groß, sodass die Plätze in einem Personenwagen kaum ausreichen.

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