Geplante Gebietsreform:

Vorschlag von Politiker: Alle Kreise auflösen

Ucker-BAR, Bar-UM, oder doch ganz anders: An einer möglichen Neuordnung der Kreise scheiden sich die Geister. Demnächst soll ein Leitbild für die Reform vorgestellt werden. Inzwischen gibt es aber neue Ideen.

Bis Juli will das Innenministerium sein Leitbild zur Kreisgebietsreform veröffentlichen. Eine Variante sieht den Großkreis Uckermark-Barnim vor.
Grafik NK/UKK Bis Juli will das Innenministerium sein Leitbild zur Kreisgebietsreform veröffentlichen. Eine Variante sieht den Großkreis Uckermark-Barnim vor.

Wird das Schicksal des Kreises Uckermark noch in diesem Sommer besiegelt? Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) will sein Leitbild zur geplanten Kreisgebietsreform bis Juli veröffentlichen. Jetzt gibt es Vorstöße, die keine der Varianten für mögliche Kreisfusionen favorisiert. So wie der Kreistagsabgeordnete der FDP-Fraktion Klaus Scheffel, sprechen sich inzwischen verschiedene Lokalpolitiker dafür aus, alle Landkreise aufzulösen. "Warum gehen wir dann nicht gleich den konsequenten Schritt? Warum stärken wir nicht Städte und Kommunen dadurch, dass wir ihnen weit mehr Kompetenzen übertragen, als sie bis jetzt haben?", fragt sich Scheffel.

Das sollen Vorteile für Bürger sein

Klaus Scheffel, der bereits seit 1994 Kreistagsabgeordneter ist, sieht in diesem Modell mehrere Vorteile. Unter anderem würden den Einwohnern nicht weitere Wege zugemutet werden, wenn sie bestimmte Dienste in Anspruch nehmen müssten.

Und Politik würde dann für die Wähler ein Stück transparenter. "Wer kennt denn von den Bürgern zum Beispiel aus Angermünde die Kreistagsabgeordneten, die aus Prenzlau stammen, aber auch seine Interessen vertreten", kritisiert Klaus Scheffel das jetzige System. Seinen Bürgermeister und seine Stadtverordneten kenne man in den Kommunen sehr wohl.

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