Aufreger der Woche:

Vorsicht, an dieser Straße herrscht Rindvieh-Alarm!

Auf einer Weide bei Brüssow brechen immer wieder Kühe aus. Sie laufen auf die Straße und behindern den Verkehr. Trotz mehrerer Meldungen beim Amt gebietet dem niemand Einhalt.

Vom Elektrozaun lassen sie sich nicht mehr abschrecken.
Claudia Marsal Vom Elektrozaun lassen sie sich nicht mehr abschrecken.

Uuuups, was ist das denn? Bei einer Fahrt über Land lief dieser Tage nahe Grünberg eine Kuh vors Auto. Das weiße Rindvieh hatte sich von seiner Herde entfernt und spazierte munter auf der Fahrbahn herum. Noch prekärer war die Lage in diesem Moment für einen Mopedfahrer, der entgegenkam. Er wich im letzten Moment aus und hielt wütend. „Schon wieder“, schimpfte der Rentner. „Die letzten Tage habe ich ständig Kühe auf der Straße gesehen.“ Auch andere entgegenkommende Kraftfahrer hielten an und berichteten, dass das mittlerweile ein alltägliches Bild an dieser Stelle sei. Man habe auch schon, so die Männer, das Amt über den Missstand in Kenntnis gesetzt, doch es ändere sich nichts.

Bauer müsste im Schadensfall zahlen

Die Anwohner vermuten, dass zu wenig Saft auf dem Weidezaun ist beziehungsweise dass dieser gänzlich ungeeignet ist, so schwere Tiere im Zaum zu halten.  In der Fachliteratur ist zu lesen, dass die Spannung am Zaun 2000 Volt (Mindesthütespannung) nicht unterschreiten sollte – ansonsten neigten die Tiere zum Ausbrechen. Passiert das, dann hat der Halter allerdings ein Problem.

Im nahe gelegenen Battin kann daher niemand verstehen, warum der Landwirt nichts unternimmt. Denn sollte es durch ausgebrochene Tiere zum Unfall kommen, dann muss er für den Schaden aufkommen.

Ordnungsamt hat Landwirt bisher nicht befragen können

Das Landgericht Lüneburg urteilte 2008 wie folgt: „Kommt es zu einer Kollision von infolge mangelhafter Umzäunung ausgebrochenen Rindern und einem Kfz, so haftet der Tierhalter für den Schaden des Kfz-Eigentümers voll, wenn für diesen der Zusammenstoß unabwendbar war.“

Im Ordnungsamt Brüssow bestätigte man der Redaktion, dass das Problem bekannt ist. „Wir haben auch den Namen des Halters, konnten aber bislang keine Adresse ermitteln.“ Insofern habe man ihn auch nicht anhören können. Der Uckermark Kurier bleibt an diesem heiklen Thema dran.

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