Fragen nach Spielplatzrettung:

Warum blieb Kevin hier stecken?

Wie dünn muss ein Kind sein, um nicht in einer Rutsche stecken zu bleiben? Diese Frage stellen sich vielen Eltern nach dem Rettungseinsatz auf einem Spielplatz in Prenzlau.

Wir legten den Zollstock an.
Lutz Reuter Wir legten den Zollstock an.

In der Anlage am Georg-Dreke-Ring hatte sich ein etwa neunjähriger Knirps zwischen den Seitenwänden so verkeilt, dass er nicht mehr ohne Hilfe herauskam. In Verantwortung für die Geräte steht die Wohnungsgenossenschaft, die einer der großen Vermieter am Igelpfuhl ist. Dort wurde das Geschehen am Montagmorgen auch sofort ausgewertet. Der Platz sei erst gerade wieder vom TÜV geprüft und abgenommen worden, hieß es. Es kann also nicht daran gelegen haben, dass ein Gerät defekt war. Woran aber dann? Extrem dick ist der Junge jedenfalls nicht, ein bisschen mollig vielleicht, aber da gibt es extremere Gewichte in seiner Altersklasse.

Nichts für größere Kinder

Der Uckermark Kurier zog deshalb am Montag noch einmal mit dem Zollstock los und nahm Maß. Die Sitzbreite der besagten Rutsche beträgt genau 40 Zentimeter. Unser Volontär Lutz Reuter, ein sehr schmal gebauter junger Mann, hätte keine Chance gehabt, rutschend nach unten zu gelangen. Aber für junge Männer ist so ein Spielgerät auch nicht gedacht. Deshalb zogen wir kindliche Maße zum Vergleich heran. Ein normal gebauter Zehnjähriger kommt bei 1,40 Metern Größe auf 76 Zentimeter Hüftumfang, dürfte also bei besagter Rutsche schon Probleme bekommen. Eltern sollten größere Kinder darauf hinweisen, dass die Rutsche nichts für sie ist.

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