Dogge mit traurigem Schicksal:

Was hat er nur verbrochen?

Wie tragisch ist das denn: Nur wenige Tage, nachdem der vierjährige Rüde Aris den Sprung aus dem Tierheim geschafft hatte, kehrte er wider Willen zurück. Die neue Familie war mit ihm nicht klargekommen. Jetzt beginnt das Warten von vorne.

Seit Anfang Dezember ist der Doggen-Rüde Aris wieder zurück im Prenzlauer Tierheim, seine erste Vermittlung war nach nur wenigen Tagen bei der neuen Familie gescheitert.
Lutz Reuter Seit Anfang Dezember ist der Doggen-Rüde Aris wieder zurück im Prenzlauer Tierheim, seine erste Vermittlung war nach nur wenigen Tagen bei der neuen Familie gescheitert.

Traurige Hundeaugen hinter Gittern – dieser herzerweichende Anblick bietet sich auch im Prenzlauer Tierheim. Manche Vierbeiner warten bereits seit Jahren vergeblich auf eine Vermittlung. Doch neue Familien finden sich eben nicht für jedes Tier. Auch bei der Deutschen Dogge Aris scheint es schwierig zu werden. Dabei sah es kurz vorm Nikolaustag noch recht vielversprechend aus. Da hatte sich nämlich eine vierköpfige Familie spontan in das als sehr scheu beschriebene Tier verliebt.

Rüde braucht auch Auszeiten über den Tag

Die Vermittlung ging zur Freude der Tierheimmitarbeiter auch sehr schnell vonstatten. Doch die Sache nahm kein gutes Ende. Nach nur wenigen Tagen gaben die neuen Besitzer den Hund wieder in die Obhut der Tierpfleger zurück. „Aris konnte nicht so in das Familienleben eingebunden werden, wie wir es uns alle erhofft hatten“, umschreibt die Leiterin des Tierheims, Susanne Bercht, das Problem. Es waren wohl vor allem die beiden kleinen, verspielten Kinder der Familie, die eine Integration des Hundes in den Familienverbund erschwerten. Denn der Rüde braucht auch Auszeiten über den Tag, hat nicht immer Lust zum Spielen.

Groß und sehr verschmust

Das ist wirklich schade, „denn Familienanschluss und Menschenkontakt sind genau die Dinge, die er braucht. „Trotz seiner imposanten Erscheinung, Schulterhöhe von 70 Zentimetern, ist Aris ein sehr verschmuster Artgenosse.  Die Heimleiterin hofft trotz des ersten Rückschlags, bald wieder ein neues Zuhause für ihn zu finden. In der Vorgeschichte von Aris muss es das ein oder andere dunkle Kapitel geben. Kurz nachdem die Dogge im August im Tierheim abgegeben wurde, stellten die Tierpfleger fest, dass der Hund Angst vor Männern hat. „Bei Männern dauert es etwas länger, bis Aris Vertrauen gefasst hat“, so die Leiterin. Als Grund dafür vermuten die Mitarbeiter, dass Aris in seinem ersten Zuhause von einem Mann geschlagen wurde.

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